Cybercrime-as-a-Service: Das Rundum-sorglos-Paket für Phishing

Alles lässt sich mieten, auch professionelle Phishing-Kampagnen. Die Zugangsdaten der Opfer landen dabei wohl nicht nur bei den Endkunden.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Phishing ist ein altes Phänomen, das immer wieder in neuem Gewand erscheint.
Phishing ist ein altes Phänomen, das immer wieder in neuem Gewand erscheint. (Bild: mohamed_hassan/pixabay.com)

Die meiste Infrastruktur und Software kann man mittlerweile "as a Service" mieten. Das Dienstleistungsgeschäft haben längst auch Ransomware-Gruppen und andere übernommen. IT-Sicherheitsforscher von Microsoft haben nun eine große Phishing-as-a-Service-Kampagne entdeckt, die es den Kunden leicht macht, ohne technische Vorkenntnisse Zugangsdaten im großen Stil zu bekommen.

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Bezahlen sie für ein Phishing-Paket, müssen sie nichts weiter tun, als ihr Abo zu bezahlen, und erhalten Login-Daten. Die Anbieter verschicken für sie die Phishing-Mails, erstellen und hosten die Fake-Websites, auf denen die Empfänger ihre Passwörter eingeben sollen, und leiten die gesammelten Daten an die Kunden weiter.

Laut Microsoft bietet BulleProofLink über 100 Pakete an, bei denen legitime Websites und Anbieter nachgebildet werden. Das Marketing der Anbieter ist laut der Beschreibung der Sicherheitsforscher professionell. Sie bieten den Kunden Supportdienste, eine Ersatzgarantie innerhalb von fünf Minuten, wenn Links nicht mehr funktionieren, und haben Videos mit Anleitungen veröffentlicht. Außerdem werben sie mit Preisnachlass für Newsletter-Abos für Erstkunden. Die Preise richten sich nach dem nachgebildeten Anbieter und dem Umfang der Phishing-Operation. Laut Screenshots würde eine gefälschte Login-Seite für Office365 etwa 100 US-Dollar kosten.

Zugangsdaten landen wahrscheinlich auch auf dem Schwarzmarkt

Bei den Phishing-Kampagnen könnten die erlangten Login-Daten nicht nur an die Endkunden gehen. Die Betreiber "maximieren ihre Gewinne, indem sie sicherstellen, dass gestohlene Daten, Zugangsdaten und Zugangsberechtigungen auf möglichst viele Arten genutzt werden. Darüber hinaus landen die Zugangsdaten der Opfer wahrscheinlich auch auf dem Schwarzmarkt", heißt es bei Microsoft.

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BulletProofLink nutze für die Phishing-Kampagnen eine Technik namens Infinite Subdomain Abuse. Dabei können die Angreifer für jeden Empfänger eine eindeutige Subdomain nutzen, die dann auf die gewünschte Seite umleitet. Die eindeutigen URLs seien schwerer automatisiert herauszufiltern, so Microsoft.

Mit der Veröffentlichung wolle Microsoft erreichen, dass auch andere etwa E-Mail-Filterregeln verbessern können, um Phishingversuche besser zu erkennen und abzuwenden.

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