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Neue Kaufinteressenten vorhanden

Ohnehin hat sich die Anlage in den vergangenen Jahren schon stark verändert. Selbst der Altbau ist inzwischen hinter hohem Gebüsch verschwunden und kaum noch von der Straße aus zu erkennen. Die Gegensprechanlage am Rolltor wurde herausgerissen, die Hausnummer 1 am Eingang ist abgefallen. Doch die Polizei kontrolliert durchaus das Gelände. Kurz nachdem Golem.de im Sommer am Eingang gefilmt hatte, tauchte eine Polizeistreife auf. Ein Beamter schritt anschließend den Zaun ab.

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Kaufinteressenten scheint es zu geben. "Ein Holländer wollte Pilze darin züchten und seinen Gouda lagern. Das bringt uns nichts. Aus Frankfurt gab es eine Anfrage von einem Rechenzentrum mit zehn Mitarbeitern. Das bringt uns nichts", sagte Langer. Am liebsten wäre ihm wieder eine Bundesbehörde mit vielen Hundert Mitarbeitern. Das bedeute etwa 1.000 Euro zusätzliche Einnahmen pro Mitarbeiter im Jahr. Geld, das der Stadt seit 2012 jährlich fehlt.

Reicht es für eine Verurteilung?

Doch schon das Beispiel des Cyberbunkers zeigt: Mit einem "bombensicheren" Rechenzentrum lässt sich im Grunde nicht viel Geld verdienen. Viele Mitarbeiter benötigt man dafür ebenfalls nicht. Für die Entwicklung von Software wiederum braucht man keinen Hochsicherheitsbunker, selbst wenn es um abhörsichere Smartphones geht. Xennts Entwickler sollen vor allem in Polen gesessen haben.

Zu guter Letzt stellt sich die Frage, ob es überhaupt zu einer rechtskräftigen Verurteilung für die Cyberbunker-Betreiber reicht. Der Spiegel unkt in seiner Analyse nach monatelanger Recherche, Einblick in Ermittlungsunterlagen und Gesprächen mit Ermittlern: "Ohne eine Verurteilung wird sich die jahrelange Verfolgung der Bunkerbetreiber, das Abhören und Anzapfen ihrer Telefon- und Datenleitungen, der tiefe Eingriff in Grundrechte ganz falsch anfühlen. Und wie es ausgeht, ist offen."

Keine "smoking gun" entdeckt

Denn eine "smoking gun" habe die Staatsanwaltschaft nicht. Es gebe nicht "die eine E-Mail oder die Aussage in einem abgehörten Telefonat, mit denen sich eindeutig beweisen ließe, dass im Bunker vorsätzlich gemeinsame Sache mit Kriminellen gemacht wurde". Dabei wurden laut Anklage immerhin 403 Server, 57 Mobiltelefone, 412 einzelne Festplatten, 61 Computer beziehungsweise Laptops, 65 USB-Speichermedien, 16 SD-Karten und diverse CDs und Disketten sichergestellt. Das sichergestellte Datenvolumen beläuft sich auf 2.000 Terabyte.

Ob die Beweise für eine Verurteilung eines oder aller Angeklagten ausreichen, soll vom 19. Oktober an das Landgericht Trier klären. Bis Ende kommenden Jahres will das Gericht jeden Montag und Donnerstag den Fall behandeln, außer an gesetzlichen Feiertagen und während der Pausen im Sitzungskalender. Das wären mehr als 100 Prozesstage. Nach Angaben des Gerichts sind bislang sieben Zeugen geladen. 35 Medienvertreter haben sich akkreditiert.

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In der Anklageschrift sind 101 Zeugen als Beweismittel benannt. Weitere Personen könnten daher noch geladen werden. Ob Xennts Mitstreiter Kamphuis aussagen soll, wollte das Gericht auf Anfrage nicht mitteilen. Von den acht Angeklagten stammen vier aus den Niederlanden, drei aus Deutschland und einer aus Bulgarien. Nur ein 20 Jahre alter Deutscher befindet sich auf freiem Fuß.

Eine Verurteilung wäre ein Novum in Deutschland. Erstmals würde damit ein Provider juristisch wegen des Speicherns von Kundendaten zur Verantwortung gezogen. Für die Behörden hätten sich damit nicht nur die Ermittlungen im konkreten Fall gelohnt. Es wäre auch ein Signal an potenzielle Nachahmer, solche Server lieber nicht in Deutschland zu betreiben. Und man kann schon jetzt ein Fass Trabener Würzgarten oder Kröver Nacktarsch darauf wetten, dass das irgendein Politiker nach der Verurteilung zufrieden sagen wird: "Das Internet ist schließlich kein rechtsfreier Raum."

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taktv6 15. Okt 2020 / Themenstart

Die Anbindung des Autonomen Systems (AS) der Calibour GmbH erfolgte durch einen Upstream...

Prypjat 15. Okt 2020 / Themenstart

Aber bitte nur mit gelöschtem Licht, sonst ist es nicht wirklich Dark ^^

genussge 15. Okt 2020 / Themenstart

In absehbarer Zeit könnte man auch einfach die ursprüngliche Funktion wieder in Anspruch...

Plasma 14. Okt 2020 / Themenstart

Der war gut :-D Ob der besonders rau im Abgang ist?

Recruit 14. Okt 2020 / Themenstart

zu dem Thema gibt es eine tolle Doku: y**tube.c*m/watch?v=1aEpZY4gYog

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