Neue Kaufinteressenten vorhanden

Ohnehin hat sich die Anlage in den vergangenen Jahren schon stark verändert. Selbst der Altbau ist inzwischen hinter hohem Gebüsch verschwunden und kaum noch von der Straße aus zu erkennen. Die Gegensprechanlage am Rolltor wurde herausgerissen, die Hausnummer 1 am Eingang ist abgefallen. Doch die Polizei kontrolliert durchaus das Gelände. Kurz nachdem Golem.de im Sommer am Eingang gefilmt hatte, tauchte eine Polizeistreife auf. Ein Beamter schritt anschließend den Zaun ab.

Stellenmarkt
  1. Innovations-Manager (m/w/d) für digitale Strategie in München
    Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München
  2. DevOps Engineer / Linux System Administrator als Deployment Accelerator (m/w/d)
    Helios IT Service GmbH, Berlin-Buch, deutschlandweit
Detailsuche

Kaufinteressenten scheint es zu geben. "Ein Holländer wollte Pilze darin züchten und seinen Gouda lagern. Das bringt uns nichts. Aus Frankfurt gab es eine Anfrage von einem Rechenzentrum mit zehn Mitarbeitern. Das bringt uns nichts", sagte Langer. Am liebsten wäre ihm wieder eine Bundesbehörde mit vielen Hundert Mitarbeitern. Das bedeute etwa 1.000 Euro zusätzliche Einnahmen pro Mitarbeiter im Jahr. Geld, das der Stadt seit 2012 jährlich fehlt.

Reicht es für eine Verurteilung?

Doch schon das Beispiel des Cyberbunkers zeigt: Mit einem "bombensicheren" Rechenzentrum lässt sich im Grunde nicht viel Geld verdienen. Viele Mitarbeiter benötigt man dafür ebenfalls nicht. Für die Entwicklung von Software wiederum braucht man keinen Hochsicherheitsbunker, selbst wenn es um abhörsichere Smartphones geht. Xennts Entwickler sollen vor allem in Polen gesessen haben.

Zu guter Letzt stellt sich die Frage, ob es überhaupt zu einer rechtskräftigen Verurteilung für die Cyberbunker-Betreiber reicht. Der Spiegel unkt in seiner Analyse nach monatelanger Recherche, Einblick in Ermittlungsunterlagen und Gesprächen mit Ermittlern: "Ohne eine Verurteilung wird sich die jahrelange Verfolgung der Bunkerbetreiber, das Abhören und Anzapfen ihrer Telefon- und Datenleitungen, der tiefe Eingriff in Grundrechte ganz falsch anfühlen. Und wie es ausgeht, ist offen."

Keine "smoking gun" entdeckt

Golem Akademie
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    9.–10. Februar 2022, virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Denn eine "smoking gun" habe die Staatsanwaltschaft nicht. Es gebe nicht "die eine E-Mail oder die Aussage in einem abgehörten Telefonat, mit denen sich eindeutig beweisen ließe, dass im Bunker vorsätzlich gemeinsame Sache mit Kriminellen gemacht wurde". Dabei wurden laut Anklage immerhin 403 Server, 57 Mobiltelefone, 412 einzelne Festplatten, 61 Computer beziehungsweise Laptops, 65 USB-Speichermedien, 16 SD-Karten und diverse CDs und Disketten sichergestellt. Das sichergestellte Datenvolumen beläuft sich auf 2.000 Terabyte.

Ob die Beweise für eine Verurteilung eines oder aller Angeklagten ausreichen, soll vom 19. Oktober an das Landgericht Trier klären. Bis Ende kommenden Jahres will das Gericht jeden Montag und Donnerstag den Fall behandeln, außer an gesetzlichen Feiertagen und während der Pausen im Sitzungskalender. Das wären mehr als 100 Prozesstage. Nach Angaben des Gerichts sind bislang sieben Zeugen geladen. 35 Medienvertreter haben sich akkreditiert.

Über 2 Millionen Angebote beim Amazon Prime Day

In der Anklageschrift sind 101 Zeugen als Beweismittel benannt. Weitere Personen könnten daher noch geladen werden. Ob Xennts Mitstreiter Kamphuis aussagen soll, wollte das Gericht auf Anfrage nicht mitteilen. Von den acht Angeklagten stammen vier aus den Niederlanden, drei aus Deutschland und einer aus Bulgarien. Nur ein 20 Jahre alter Deutscher befindet sich auf freiem Fuß.

Eine Verurteilung wäre ein Novum in Deutschland. Erstmals würde damit ein Provider juristisch wegen des Speicherns von Kundendaten zur Verantwortung gezogen. Für die Behörden hätten sich damit nicht nur die Ermittlungen im konkreten Fall gelohnt. Es wäre auch ein Signal an potenzielle Nachahmer, solche Server lieber nicht in Deutschland zu betreiben. Und man kann schon jetzt ein Fass Trabener Würzgarten oder Kröver Nacktarsch darauf wetten, dass das irgendein Politiker nach der Verurteilung zufrieden sagen wird: "Das Internet ist schließlich kein rechtsfreier Raum."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Besichtigung problemlos möglich
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9


taktv6 15. Okt 2020

Die Anbindung des Autonomen Systems (AS) der Calibour GmbH erfolgte durch einen Upstream...

Prypjat 15. Okt 2020

Aber bitte nur mit gelöschtem Licht, sonst ist es nicht wirklich Dark ^^

genussge 15. Okt 2020

In absehbarer Zeit könnte man auch einfach die ursprüngliche Funktion wieder in Anspruch...

Plasma 14. Okt 2020

Der war gut :-D Ob der besonders rau im Abgang ist?

Recruit 14. Okt 2020

zu dem Thema gibt es eine tolle Doku: y**tube.c*m/watch?v=1aEpZY4gYog



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard

Rund 20 Milliarden US-Dollar haben die Aktien von Sony verloren. Nun hat der Konzern erstmals den Kauf von Activision Blizzard kommentiert.

Microsoft: Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard
Artikel
  1. Parallel Systems: Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge
    Parallel Systems
    Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge

    Das Startup Parallel Systems will konventionelle Züge durch modulare Fahrzeuge mit eigenem Antrieb und Energieversorgung ersetzen.

  2. Instagram: Petfluencer klonen ihre Haustiere
    Instagram
    Petfluencer klonen ihre Haustiere

    Wer mit einem Tier Follower bei Instagram sammelt, steht bei dessen Tod vor dem Nichts. Klonen könnte die Lösung sein, wie das Unternehmen Viagen gemerkt hat.

  3. DNS4EU: EU will eigenen DNS-Resolver mit Netzsperren
    DNS4EU
    EU will eigenen DNS-Resolver mit Netzsperren

    Die Länder und Bürger der EU sollen einen eigenen DNS-Resolver-Dienst bekommen, der auch DNS-Filter und Netzsperren umsetzt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X jetzt bestellbar • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • WD Black 1TB SSD 94,90€ • Lenovo Laptops (u.a. 17,3" RTX3080 1.599€) • Gigabyte Mainboard 299,82€ • RTX 3090 2.399€ • RTX 3060 Ti 799€ • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) • Alternate (u.a. Samsung LED TV 50" 549€) [Werbung]
    •  /