Cyberattacken: FBI und CIA informieren US-Firmen

Über 3.000 US-Unternehmen sind im vergangenen Jahr von den Behörden über Cyberattacken informiert worden. Diese Kooperation soll weiter ausgebaut werden.

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FBI, CIA und andere Behörden wollen mehr Cybersicherheit.
FBI, CIA und andere Behörden wollen mehr Cybersicherheit. (Bild: FBI)

Laut einem Bericht der Washington Post haben US-Behörden mehr als 3.000 US-Unternehmen darüber informiert, dass Hacker in ihre Computersysteme eingedrungen sind. Es ist das erste Mal, dass die Regierung Zahlen über die von ihr erfassten Angriffe bekanntgibt. Zu den betroffenen Firmen gehören demnach kleine und große Betriebe; lokale Banken, Rüstungsfirmen und große Handelsketten. Auch die Supermarktkette Target war darunter. Diese machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass im Weihnachtsgeschäft mehrere Millionen Kredit- und Bank-Kartendatensätze gestohlen wurden.

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Die Information über eine Cyberattacke kommt laut einer Untersuchung von Verizon in 70 Prozent aller Fälle von außerhalb des Unternehmens, vor allem von Behörden. Sofern möglich, versuchen die Beamten, die schlechte Nachricht persönlich zu überbringen. "Wir verbringen viel Zeit damit sicherzustellen, dass wir nützliche Informationen für ein Unternehmen haben, bevor wir einen Ermittler losschicken", sagt Tim Marsh, Special Agent bei der Cyberabteilung des FBIs. Dazu gehören laut Vertretern der Industrie die IP-Adressen, von wo die Angriffe kommen oder Samples von der Malware oder andere typische Signaturen der Angriffe.

"Wenn wir ein Unternehmen über einen Vorfall informieren, sollte es ein Weckruf sein und ein kontinuierliches Teamwork zwischen Regierung und Privatsektor auslösen", sagt Michael Daniel, Cybersecurity-Koordinator im Weißen Haus. Doch die Realität sieht anders aus. "Die Reaktionen der Betroffenen sind genauso wie bei jedem Opfer einer kriminellen Handlung: Skepsis, Zweifel, Wut und Ärger, denn an solchen Attacken hängt viel dran", sagt Edward Lowery, Special Agent beim Secret Service.

Schlechtes Timing

Die Meldung kommt zu einer Zeit, in der es neue Enthüllungen über die NSA-Aktivitäten im Zusammenhang mit Industrieunternehmen gibt. Beispielsweise soll der chinesische Telekommunikationsanbieter Huawei massiv ausspioniert worden sein. Huawei konkurriert weltweit mit dem US-Anbieter Cisco auf dem Gebiet von Netzwerktechnologien.

Anti-Terror-Software soll helfen

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Die US-Regierung versucht schon seit geraumer Zeit, die Sicherheitsauflagen für die Firmen gesetzlich zu verschärfen, doch divergierende Interessen im Kongress haben bislang eine Einigung verhindert. Da es keine neuen Vorschriften gibt, hat das Weiße Haus einen Rahmen an Empfehlungen ausgearbeitet, wie sich die Unternehmen besser schützen und wie sie effizient mit den Behörden kooperieren können. Auch an den eigenen Einrichtungen soll es Verbesserungen geben. So soll das Programm Guardian, das bislang nur in der Terroristenbekämpfung eingesetzt wird, erheblich ausgebaut werden. Ziel ist es, dass FBI, CIA und das Heimatschutzministerium gegenseitig über ihre Aktivitäten informiert sind. Damit sollen Doppelarbeit und mehrfache Informationen an die Unternehmen vermieden werden.

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