Cyberattacke: Hacker stiehlt Nutzerdaten von Wall Street Journal und Vice

Ein Hacker behauptet, sich Zugang zu den Seiten der US-Medien Wall Street Journal und Vice verschafft zu haben. Die gestohlenen Daten bietet er zum Kauf an.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Das Wall Street Journal wurde zum zweiten Mal in Folge Opfer eines Hacker-Angriffs.
Das Wall Street Journal wurde zum zweiten Mal in Folge Opfer eines Hacker-Angriffs. (Bild: Spencer Platt/Getty Images)

Ein bekannter Hacker von Nachrichtenseiten hat erneut zugeschlagen: Dieses Mal traf es das "Wall Street Journal" und das US-Magazin "Vice". Der Hacker "w0rm", wie er sich auf Twitter nennt, behauptete dort, sich in die Systeme von wsj.com und Vice eingeschlichen zu haben. Als Beweis führte er Screenshots von Datenkolonnen an. Wie "The Register" schreibt, sehen die vermeintlich gestohlenen Daten nach Anmeldedaten von Nutzern aus. Der Hacker bot sie für einen Bitcoin pro Stück - umgerechnet rund 620 US-Dollar - zum Verkauf an.

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Der Verleger des Wall Street Journals, Dow Jones & Company, sah sich gezwungen, die Computersysteme aufgrund der Sicherheitslücke vorsorglich vom Netz zu nehmen. Von den Cyberangriffen seien jedoch ausschließlich Nachrichtengrafiken betroffen gewesen. "Zurzeit sehen wir keinen Hinweis darauf, dass Dow-Jones-Kunden oder Kundendaten betroffen sind", sagte eine Unternehmenssprecherin ZDNet.

Falschmeldung auf Facebook

Laut "The Register" hatten sich Hacker am vergangenen Wochenende bereits Zugang zum Facebook-Account des Wall Street Journals verschafft und dort verkündet, die US-Präsidentenmaschine Air Force One sei im russischen Luftraum verloren gegangen, nachdem ein Flugzeug der Malaysian Airlines über der Ostukraine abgeschossen worden war.

"W0rm" hatte zudem erst kurz zuvor behauptet, auch die Seiten von CNET gehackt zu haben - und wollte eine Million erbeutete Nutzernamen, Passwörter und Email-Adressen verkaufen. Im vergangenen Dezember soll auch die britische BBC Opfer des Medien-Hackers geworden sein. Die gestohlenen Daten verkauft der Hacker laut "The Register" in geheimen Foren an Cyberkriminelle und Spammer.

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