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Cyberangriffe ermöglicht: Ermittler nehmen Hoster mit 800 Servern vom Netz

Ein niederländischer Hoster soll Cyberangriffe und Desinformationskampagnen aus Russland ermöglicht haben. Doch damit ist jetzt Schluss.
/ Marc Stöckel
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Bei einem niederländischen Hoster wurden Hunderte Server beschlagnahmt. (Bild: pexels.com / Vladimir Srajber)
Bei einem niederländischen Hoster wurden Hunderte Server beschlagnahmt. Bild: pexels.com / Vladimir Srajber

Der niederländische Nachrichten- und Ermittlungsdienst Fiod (Fiscale Inlichtingen- en Opsporingsdienst) hat einen in den Niederlanden betriebenen Hoster zerschlagen, der mit russischen Akteuren zusammengearbeitet und unter anderem Cyberangriffe und Desinformationskampagnen ermöglicht haben soll. Wie Bleeping Computer(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf eine Mitteilung des Fiod(öffnet im neuen Fenster) berichtet, wurden auch zwei mutmaßliche Betreiber verhaftet.

Bei den festgenommenen Personen handelt es sich den Angaben zufolge um einen 57-jährigen Mann aus Amsterdam sowie einen 39-jährigen Mann aus Den Haag. Beiden wird vorgeworfen, von der Europäischen Union sanktionierten Einrichtungen wirtschaftliche Mittel zur Verfügung gestellt und damit gegen das Sanktionsgesetz verstoßen zu haben.

Neben den Festnahmen haben die Einsatzkräfte auch drei Geschäftsräume in Enschede und Almere durchsucht, ebenso wie zwei Rechenzentren in Drinten und Schiphol-Rijk. Dabei wurden laut Fiod unter anderem Geschäftsunterlagen, Laptops, Telefone und über 800 Server beschlagnahmt.

Stark Industries im Mittelpunkt

Der Name des zerschlagenen Hosters geht aus der Fiod-Meldung zwar nicht hervor, laut Bleeping Computer richten sich die Ermittlungen aber primär gegen das am 10. Februar 2022 und damit kurz vor Beginn des Ukrainekrieges gegründete Unternehmen Stark Industries. Dieses wurde im Mai 2025 von der EU sanktioniert(öffnet im neuen Fenster) und lagerte wohl Teile seiner Infrastruktur in ein niederländisches Unternehmen aus.

Dieses Unternehmen, laut Security-Reporter Brian Krebs(öffnet im neuen Fenster) ein Hoster namens Worktitans B.V., soll innerhalb der EU als Tarnung für Stark Industries gedient haben und von dem 57-jährigen Verdächtigen geleitet worden sein. Zudem soll ein von dem 39-Jährigen geführter Internetprovider namens Mirhosting Stark Industries Zugang zum Internet gewährt haben.

Stark Industries betreibt wohl unter anderem Proxy- und Anonymisierungsdienste und wurde mit DDoS-Aktivitäten der berüchtigten Cybergruppierung NoName057(16) in Verbindung gebracht. Die Gruppe hat in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Dienste in ganz Europa gestört, darunter auch solche aus Deutschland.


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