Nach Cyberangriff: Hacker erpressen Vimeo mit Nutzerdaten
Der berüchtigte Cyberakteur Shinyhunters ist offenbar bei einem Cyberangriff auf einen Dienstleister an Daten der beliebten Videoplattform und Youtube-Alternative Vimeo gelangt. Betroffen sind laut Mitteilung des Betreibers(öffnet im neuen Fenster) sowohl Nutzer- als auch Kundendaten. Die Angreifer fordern von Vimeo nun eine Lösegeldzahlung. Auswirkungen auf den Betrieb der Plattform soll der Vorfall aber nicht haben.
Die Angreifer sind laut Vimeo an eine interne Datenbank gelangt, die in erster Linie technische Daten, Videotitel und Metadaten enthält. Teilweise sollen aber auch E-Mail-Adressen von Nutzern der Plattform betroffen sein. Betroffene müssen sich also auf mögliche Phishingangriffe einstellen, sofern die erbeuteten Daten geleakt werden.
Eine Veröffentlichung der Daten wird laut Erpresserschreiben im Darknet(öffnet im neuen Fenster) für den 30. April erwartet, sofern Vimeo bis dahin das geforderte Lösegeld nicht zahlt. Zu dessen Höhe machte Shinyhunters allerdings keine öffentlichen Angaben. Vimeo betont, dass von dem Vorfall weder Videoinhalte noch Zahlungs- oder Anmeldedaten von Nutzern der Plattform betroffen sind.
Anodot-Hack trifft mehrere Unternehmen
Ursache des Datenabflusses war den Angaben zufolge ein Sicherheitsvorfall bei dem KI-Analyseanbieter Anodot. Einem Bericht von Bleeping Computer(öffnet im neuen Fenster) zufolge konnten die Angreifer dabei Anfang April Authentifizierungstokens abgreifen und unter anderem in die Cloudumgebungen mehrerer Kunden des Cloudanbieters Snowflake eindringen.
Neben Vimeo betrifft der Vorfall auch Rockstar Games und soll mit dem kürzlich bekannt gewordenen Leak von Geschäftszahlen des GTA-Entwicklers in Verbindung stehen. Shinyhunters erpresste darüber hinaus zuletzt auch die E-Learning-Plattform Udemy, den Medizintechnik-Konzern Medtronic und den Netzwerkausrüster Cisco.
Vimeo versichert, seinen Anodot-Zugang nach Bekanntwerden des Vorfalls sofort deaktiviert und die zugehörige Integration von seinen Systemen entfernt zu haben. Zudem habe das Unternehmen externe Sicherheitsexperten hinzugezogen, um den Vorfall zu untersuchen. Auch die Strafverfolgungsbehörden seien bereits informiert.
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