Cyberangriff trifft Universität: LMU München bestätigt Abfluss von Studentendaten
Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist Ziel eines Cyberangriffs geworden, bei dem ein Angreifer an persönliche Daten von Studenten gelangt ist. Eine Datenmanipulation hat laut Mitteilung der Universität(öffnet im neuen Fenster) nicht stattgefunden. Das dürfte auch eine Datenverschlüsselung mittels Ransomware umfassen, denn die LMU hat nach eigenen Angaben selbst weiterhin Zugriff auf die betroffenen Daten.
Zu den potenziell abgeflossenen Informationen zählen laut Meldung Daten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht, Rufnummer, E-Mail-Adressen und Bankdaten wie Iban und Kontoinhaber. Auch Krankenversicherungsnummern, Bafög-Nummern sowie Angaben zum Studienverlauf und früheren Abschlüssen können laut LMU je nach Verfügbarkeit betroffen sein.
Im Einzelfall könnten zudem Informationen betroffen sein, die für Beurlaubungsgründe relevant sind, heißt es. Ausdrücklich nicht betroffen seien hingegen Prüfungsinformationen der LMU sowie konkrete Angaben zu Studieninhalten und individuellen Leistungen. Wie genau der Angreifer in die IT-Systeme der Universität eindringen konnte und wie lange er Zugriff darauf hatte, ist allerdings noch nicht bekannt.
Darknet wird beobachtet
Festgestellt wurde der Angriff laut einer separaten Informationsseite(öffnet im neuen Fenster) am 16. September. Die LMU soll daraufhin unmittelbar Gegenmaßnahmen ergriffen und das betroffene IT-System vom Netzwerk isoliert haben. "Seitdem arbeiten wir sowohl mit den zuständigen Ermittlungsbehörden als auch mit externen Spezialisten zusammen, auch um weitere Angriffe abzuwehren", erklärte die Universität.
Laut Webseite der LMU(öffnet im neuen Fenster) sind derzeit fast 53.000 Studenten bei der Universität immatrikuliert. Wie viele davon genau von dem Datenleck betroffen sind und in welchem Ausmaß, ist derzeit noch unklar. Den Angaben zufolge wird aber das Darknet laufend von Spezialisten auf eine mögliche Veröffentlichung oder einen anderweitigen Missbrauch der Daten überwacht.
Betroffene sollen im Fall entsprechender Beobachtungen unverzüglich informiert werden. Bisher liegen aber wohl noch keine Erkenntnisse bezüglich eines Datenmissbrauchs vor. Dennoch sollten Studenten der LMU in nächster Zeit hinsichtlich Phishing und anderer verdächtiger Kontaktversuche etwa per E-Mail, Telefon oder Nachricht besonders wachsam bleiben.
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