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Cyberangriff trifft Flughäfen: Hacker leaken Daten von Millionen von Fluggästen

Eine Hackergruppe hat Daten eines britischen Flughafenbetreibers erbeutet und veröffentlicht. Mehr als 8 Millionen Menschen sind betroffen.
/ Marc Stöckel
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Hacker haben Daten von Millionen von Flugreisenden erbeutet. (Bild: pexels.com / Bastian Riccardi)
Hacker haben Daten von Millionen von Flugreisenden erbeutet. Bild: pexels.com / Bastian Riccardi

Der britische Flughafenbetreiber Manchester Airports Group (MAG) ist Ziel eines Cyberangriffs geworden, bei dem Daten von Millionen von Fluggästen in die Hände Cyberkrimineller gelangt sind. Der Angriff fand schon im August statt und betrifft die Flughäfen Manchester, London Stansted und East Midlands. Inzwischen haben die Angreifer auf ihrer Leak-Seite die erbeuteten Daten veröffentlicht.

Die MAG bestätigte den Angriff am 27. August in einer Meldung auf ihrer Website(öffnet im neuen Fenster). Demnach wurden Kundendaten abgegriffen, die mit Buchungen für Parkplätze, Lounges und Fast-Track-Zugänge sowie mit WLAN-Anmeldungen verbunden sind. Bank- und Zahlungsdaten sollen aber explizit nicht betroffen sein.

Der Flughafenbetreiber versicherte, die Sicherheit der Passagiere sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Auch zu Betriebsstörungen an den betroffenen Flughäfen soll es nicht gekommen sein. "Der Flughafenbetrieb bleibt unbeeinträchtigt, und die Parkdienstleistungen für Kunden laufen weiterhin normal", so die MAG.

Über acht Millionen Menschen betroffen

Hinter dem Angriff steckt eine Hackergruppe namens Fulcrumsec. Wie aus einem Mastodon-Beitrag des Sicherheitsforschers Kevin Beaumont(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, hat diese ihre Beute kürzlich auf ihrer Datenleckseite veröffentlicht, nachdem die Manchester Airports Group der zuvor geforderten Lösegeldzahlung nicht nachgekommen war. Den Angaben zufolge geht es um ein Archiv, das in unkomprimierter Form fast 550 GByte an Daten enthält.

Fulcrumsec behauptet, das Datenarchiv umfasse unter anderem mehr als eine Milliarde einzelner E-Mail-Aktionen, 8.672.291 Nutzerprofile, 2.482.763 Buchungen, 461.433 mit den Buchungen verbundene SMS, 108.077 unterschiedliche KFZ-Kennzeichen, 1.672 Unternehmensadressen und einige Konfigurationsdaten.

Der Datenleck-Prüfdienst HaveIBeenPwned (HIBP) hat die Daten bereits in seine Datenbank aufgenommen. Betroffen sind laut zugehöriger Meldung(öffnet im neuen Fenster) unter anderem E-Mail-Adressen, Standortdaten, IP-Adressen, Namen, Rufnummern, KFZ-Kennzeichen und Kaufdaten von über acht Millionen Personen. Flugreisende können jetzt bei HIBP(öffnet im neuen Fenster) unter Angabe ihrer E-Mail-Adresse prüfen, ob sie betroffen sind.

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