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Cyberangriff trifft Energieversorgung: Hacker legen britisches Kraftwerk lahm

Hacker haben im Vereinigten Königreich erfolgreich ein Kraftwerk für vier Tage stillgelegt. Verantwortlich sollen iranische Cyberakteure sein.
/ Marc Stöckel
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Hacker haben es auf das britische Stromnetz abgesehen. (Bild: pexels.com / Beate Vogl)
Hacker haben es auf das britische Stromnetz abgesehen. Bild: pexels.com / Beate Vogl

Ein Cyberangriff hat offenbar kürzlich im Vereinigten Königreich für vier Tage ein Kraftwerk außer Betrieb gesetzt. Darüber berichtete am vergangenen Wochenende zuerst die britische Tageszeitung The Telegraph(öffnet im neuen Fenster). Die Rede ist von einem "beispiellosen" und dem bislang "erfolgreichsten" Cyberangriff dieser Art, bei dem es Hackern erstmals gelungen sein soll, ein britisches Kraftwerk vollständig lahmzulegen.

Auch die Financial Times bestätigte(öffnet im neuen Fenster) den Vorfall unter Verweis auf Angaben der britischen Regierung. Welches Kraftwerk betroffen war und wie und in welchem Ausmaß dieses genau attackiert wurde, gaben die Behörden bisher nicht bekannt. Es soll sich aber um eine kleinere Anlage handeln, so dass der Angriff keine Auswirkungen auf die Stabilität des britischen Stromnetzes hatte.

"Wir haben Schwellenwerte, ab denen wichtige Stromerzeuger gesetzlich verpflichtet sind, uns über Cyberaktivitäten zu informieren, und dieser Standort liegt weit darunter", erklärte ein britischer Behördensprecher. Es handle sich um einen sehr kleinen Standort, der im Vergleich zur gesamten Netzkapazität "nicht einmal einen Rundungsfehler" ausmache.

Angriff wird dem Iran zugeschrieben

Eine Gefahr für die Netzstabilität des Landes soll folglich zu keinem Zeitpunkt bestanden haben. Die britische Regierung versicherte, das Vereinigte Königreich verfüge über eines der zuverlässigsten Stromnetze der Welt. Zudem werde kontinuierlich daran gearbeitet, die Anfälligkeit der Energieinfrastruktur zu verringern und wirksame Reaktionen auf Störfälle sicherzustellen.

Der Cyberangriff fand den Angaben zufolge parallel zu jenen Attacken statt, die zuletzt zahlreiche Wasserwerke in den USA trafen. Diese sollen von einer Hackergruppe namens CyberAv3ngers verübt worden sein, die den iranischen Revolutionsgarden zugeordnet wird. Entsprechend titelt der Telegraph, iranische Hacker hätten das britische Kraftwerk lahmgelegt. Konkrete Belege liefert der Bericht dafür allerdings nicht.

Erst im März wurde ein Cyberangriff auf die IT eines polnischen Kernreaktorbetreibers bekannt. Auch dieser Vorfall wurde iranischen Hackern zugeschrieben, konnte aber nach Angaben des Betreibers erfolgreich eingedämmt werden. Der nur für Forschungszwecke betriebene Reaktor soll damals unterbrechungsfrei mit voller Leistung weiter betrieben worden sein.

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