Cyberangriff: Hacker wollen Daten von IT-Dienstleister Atos erbeutet haben

Die Ransomwaregruppe Space Bears behauptet seit dem 28. Dezember auf ihrer Datenleckseite, erfolgreich eine Firmendatenbank des französischen IT-Dienstleisters Atos exfiltriert zu haben. Details zu den angeblich erbeuteten Daten nennen die Angreifer nicht. Insofern ist derzeit noch unklar, wie umfangreich die besagte Datenbank ist und welche Art von Daten darin genau enthalten sind.
Ein auf der Datenleckseite eingeblendeter Countdown deutet jedoch darauf hin, dass die Hacker zum 8. Januar eine Veröffentlichung der Datenbank planen. Spätestens dann sollte es also Gewissheit darüber geben, ob die Behauptungen von Space Bears wahr sind und welche Daten genau erbeutet wurden.
Atos findet keine Angriffsspuren
Atos erklärt in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) , bisher keine Beweise für einen erfolgreichen Cyberangriff auf die eigenen Systeme gefunden zu haben. Zudem sei dem Unternehmen von Space Bears noch keinerlei Lösegeldforderung zugegangen. Ferner betont Atos, die Behauptungen der Hackergruppe sehr ernst zu nehmen und die Situation weiterhin aktiv zu untersuchen.
Der französische IT-Dienstleister bezeichnet sich selbst als "weltweit führendes Unternehmen" im Bereich der digitalen Transformation und als "europäische Nummer eins" in den Bereichen Cybersicherheit, Cloud und High-Performance-Computing. Atos beschäftigt nach eigenen Angaben rund 82.000 Mitarbeiter und ist in 69 Ländern aktiv.
Bei Space Bears handelt es sich um eine recht junge Hackergruppe, die erstmals im April 2024 in Erscheinung trat. Neben Atos wurden auf der Datenleckseite der Gruppe im Laufe des vergangenen Jahres noch 31 weitere mutmaßliche Angriffsopfer gelistet. Deren Daten stehen teilweise direkt zum Download bereit, in einigen Fällen erscheint hingegen eine Kaufen-Schaltfläche. Die Hacker wollen für den Download einiger Datensätze offenkundig Geld sehen.



