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Cyberangriff: Hacker stehlen Daten aus mehreren Nato-Portalen

Nachdem die Hacker erst im Juli sensible Daten der Nato veröffentlicht hatten, haben sie nun wohl erneut 9 GByte an internen Dokumenten abgegriffen.
/ Marc Stöckel
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Eine Hackergruppe hat in diesem Jahr schon zum zweiten Mal die Nato angegriffen. (Bild: action press-Pool/Getty Images)
Eine Hackergruppe hat in diesem Jahr schon zum zweiten Mal die Nato angegriffen. Bild: action press-Pool/Getty Images

Eine Hackergruppe namens Siegedsec ist schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate in IT-Systeme der Nato eingedrungen, um dort sensible Informationen abzugreifen. Dieses Mal gelang es ihnen angeblich, mehr als 3.000 Dateien und damit über 9 GByte an unkomprimierten Daten zu erbeuten, wie die Gruppe selbst auf X(öffnet im neuen Fenster) und Telegram(öffnet im neuen Fenster) mitteilt. In ihrem Telegram-Kanal haben die Siegedsec-Hacker sogar einen Download-Link zu den Daten geteilt.

Die gestohlenen Dokumente stammen demnach aus insgesamt sechs verschiedenen Webportalen der Nato. Einen Großteil davon habe die Gruppe vom Standardization Office der Nato abgegriffen – insgesamt 2.116 Dateien. Weitere Dokumente wurden wohl aus dem Logistics-Network-Portal (588), dem Lessons-Learned-Portal (331) sowie dem Investment-Division-Portal (207) exfiltriert.

Darüber hinaus behaupten die Angreifer, auch auf das Joint-Advanced-Distributed-Learning-Portal sowie erneut auf das Communities-of-Interest-Cooperation-Portal (Coi) der Nato zugegriffen zu haben, wenngleich sie in diesen beiden Fällen keine Zahlen nennen, die auf gestohlene Dateien hindeuten.

Nato-Sprecher nennt keine Details zum Angriff

Wie The Register(öffnet im neuen Fenster) angibt, wollte ein Nato-Sprecher keine Fragen zu diesem konkreten Angriff beantworten. Stattdessen habe er lediglich erklärt, die Nato sei mit anhaltenden Cyberbedrohungen konfrontiert und nehme das Thema Cybersicherheit sehr ernst.

"Die Cyberexperten der Nato befassen sich aktiv mit Vorfällen, die einige nicht klassifizierte Nato-Websites betreffen. Es wurden zusätzliche Cybersicherheitsmaßnahmen ergriffen" , so der Sprecher weiter. Auswirkungen auf die Missionen, Operationen und militärischen Einsätze der Nato gebe es dadurch nicht.

Das Coi-Portal wurde von Siegedsec schon im Juli angegriffen . Damals veröffentlichten die Hacker im Anschluss ein komprimiertes Archiv mit einer Größe von 845 MByte. Die darin enthaltenen Daten betrafen etwa 31 Nato-Nationen und enthielten unter anderem 8.000 Zeilen an benutzerbezogenen sensiblen Informationen – darunter vollständige Namen, Anschriften, Fotos, Unternehmen, Arbeitsgruppen, Berufsbezeichnungen und geschäftliche E-Mail-Adressen.


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