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Cyberangriff auf Ideal Gruppe: Systeme von Berliner Versicherung kompromittiert

Die auf Alters- und Pflegevorsorgeversicherungen spezialisierte Ideal Gruppe untersucht einen Ransomware -Befall. Der Geschäftsbetrieb ist eingeschränkt.
/ Marc Stöckel
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Systeme der Ideal Gruppe wurden mit einer Ransomware attackiert. (Bild: pixabay.com / TheDigitalArtist)
Systeme der Ideal Gruppe wurden mit einer Ransomware attackiert. Bild: pixabay.com / TheDigitalArtist

Die in Berlin ansässige Ideal Gruppe, unter anderem bekannt für ihre Pflegerenten-, Lebens- und Unfallversicherungen, ist Ziel einer Cyberattacke geworden. Das geht aus einer Hinweismeldung hervor, die aktuell beim Aufruf der Webseite des Versicherungsanbieters(öffnet im neuen Fenster) erscheint. Betroffene IT-Systeme wurden demnach aus Sicherheitsgründen "vorsorglich vom Netz genommen" .

Der Vorfall geht den Angaben zufolge derzeit mit Einschränkungen beim Geschäftsbetrieb und den vom Unternehmen angebotenen Diensten einher. Kunden und Vertriebspartner finden auf der Webseite weitere Informationen, Dokumente und Kontaktmöglichkeiten. Auch die Ipos-Vertriebsplattform von Ideal ist aktuell nicht verfügbar.

Ein paar weitere Angaben macht die Ideal Gruppe in einer separaten Pressemitteilung (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Demnach arbeitet der Versicherungsanbieter derzeit mit externen Spezialisten und den Ermittlungsbehörden daran, den Vorfall zu untersuchen und die betroffenen Systeme schrittweise wiederherzustellen. Auch die zur Ideal Gruppe gehörende Ahorn AG soll betroffen sein, das Tochterunternehmen Mylife Lebensversicherung AG hingegen nicht.

Angriff mit Akira-Ransomware

Details zum Tathergang und dem genauen Ausmaß des Angriffs nennt das attackierte Unternehmen noch nicht, erwähnt aber sehr wohl, dass die Attacke mit der Akira-Ransomware ausgeführt wurde. Diese kam bereits bei zahlreichen früheren Cyberangriffen zum Einsatz, darunter auch jener, der 2023 den kommunalen IT-Dienstleister Südwestfalen IT und damit mehr als 100 deutsche Kommunen traf .

Ob bei dem Angriff auf die Ideal Gruppe auch Kundendaten abgeflossen sind, ist unklar. In der Pressemitteilung heißt es lediglich, es gebe bisher "keine Hinweise" auf einen "Missbrauch von Kundendaten" . Die Formulierung legt allerdings nahe, dass ein Datenabfluss durchaus stattgefunden haben könnte.

Die 1913 gegründete Ideal Gruppe hat laut Webseite(öffnet im neuen Fenster) (Stand: Ende 2023) fast 300 Mitarbeiter, über 10.000 Vertriebspartner und fast 750.000 laufende Versicherungsverträge. Der Versicherungsanbieter ist nach eigenen Angaben auf Lösungen zur Alters- und Pflegevorsorge spezialisiert, bot als deutschlandweit erster Versicherer eine private Pflegerentenversicherung an und ist damit nach wie vor Marktführer.


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