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Cyberangriff: Das FBI hat offenbar Hacker im Netzwerk

Beim FBI ist offenbar ein System zur Verwaltung von Überwachungsmaßnahmen kompromittiert worden. Die Behörde untersucht verdächtige Aktivitäten.
/ Marc Stöckel
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Das FBI hat in seinem Netzwerk verdächtige Aktivitäten festgestellt. (Bild: MANDEL NGAN/AFP via Getty Images)
Das FBI hat in seinem Netzwerk verdächtige Aktivitäten festgestellt. Bild: MANDEL NGAN/AFP via Getty Images

Das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) hat offenkundig Hacker in seinem Netzwerk, die sich an internen Daten bedienen. Wie aus übereinstimmenden Berichten von CNN(öffnet im neuen Fenster) und CBS News(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, untersucht die Polizeibehörde derzeit verdächtige Aktivitäten in einem System, das der Verwaltung von Abhörmaßnahmen und Überwachungsvorgängen dient.

"Das FBI hat verdächtige Aktivitäten in seinen Netzwerken festgestellt und untersucht und wir setzen alle technischen Mittel ein, um darauf zu reagieren" , erklärte die Behörde in einer Stellungnahme. Nähere Details nannte das FBI nicht. Von einer mit den Ermittlungen vertrauten Quelle will CNN jedoch weitere Angaben zum Zielsystem erhalten haben.

Demnach ist ein System betroffen, welches das FBI im Rahmen seiner Ermittlungen zur Verwaltung von Abhör- und Auslandsüberwachungsanordnungen einsetzt. Der Vorfall soll zumindest derart weitreichend sein, dass er mehrere hochrangige Mitarbeiter des FBI und des US-Justizministeriums beschäftigt, die sich mit Bürgerrechten und der nationalen Sicherheit der USA befassen.

Viele Details noch offen

Bei CBS wird das betroffene System als eine Art "digitales Erfassungssystem" bezeichnet. Es soll sich um eine Sammlung von Tools handeln, die das FBI für eine Vielzahl von Überwachungsaktivitäten einsetzt – von Abhörmaßnahmen bis hin zu Registern, in denen etwa Rufnummern, IP-Adressen und andere Informationen in Echtzeit aufgezeichnet werden.

Wer genau hinter dem Angriff steckt und welche Ziele der Angreifer dabei verfolgt, ist bisher nicht bekannt. Auch liegen noch keine öffentlichen Informationen darüber vor, wann genau die verdächtigen Aktivitäten begonnen haben und ob möglicherweise Daten ausgeleitet wurden.

Vor wenigen Jahren hatte sich die chinesische Hackergruppe Salt Typhoon Zugang zur Telekommunikationsinfrastruktur von mindestens acht US-Providern verschafft. Die Angreifer hatten es damals unter anderem auf Systeme der US-Nationalgarde sowie Mobiltelefone von Spitzenpolitikern wie Donald Trump, J. D. Vance und Kamala Harris abgesehen.


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