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Cyberangriff auf Taiwan: KI-Hacking-Tool kapert Behördenkonten und stiehlt Personaldaten

Taiwan ist im Juli 2026 einem KI-gestützten Cyberangriff ausgesetzt gewesen, den Analysten als neuartige Form des Angriffs bezeichnen.
/ Mike Faust
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Blick auf Taiwans Hauptstadt Taipei (Bild: Pexels / Kicker Erkheme)
Blick auf Taiwans Hauptstadt Taipei Bild: Pexels / Kicker Erkheme

Das taiwanesische Ministerium für digitale Angelegenheiten (Ministry of Digital Affairs, Moda) hat am 20. Juli 2026 einen Hackerangriff auf staatliche Einrichtungen registriert. Der Angriff wurde laut der Financial Times (FT)(öffnet im neuen Fenster) vom israelischen KI-Unternehmen Dream entdeckt. Dream gab an, dass die Hacker einen Open-Source-KI-Agenten verwendet hätten, um ein autonomes Hacking-Tool zu entwickeln.

Das Tool habe sich wie ein koordiniertes Cyberteam verhalten und es sei eine völlig neue Art von Angriff gewesen, heißt es weiter. Laut Dream soll das Tool mindestens 85 Benutzerkonten von taiwanesischen Regierungsstellen kompromittiert und mehr als 2.500 Personaldatensätze entwendet haben. Neben der Behörde für Atomsicherheit sollen auch mindestens sieben Energieunternehmen von dem Hack betroffen gewesen sein.

Taiwanesische Behördenvertreter erhoben zwar keine direkten Anschuldigungen gegen China, und auch Dreams machte keine spezielle Gruppe für den Angriff verantwortlich. Das Unternehmen erklärte aber der FT, dass in der mit dem Hack in Verbindung stehenden internen Kommunikation vereinfachtes Chinesisch verwendet wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Verantwortlichen aus China stammen, sei daher sehr hoch.

2,63 Millionen Angriffe pro Tag

Im Jahr 2025 stiegen die China zugeschriebenen Cyberangriffe auf Taiwans kritische Infrastruktur, inklusive Krankenhäusern und Banken, auf 2,63 Millionen Angriffe pro Tag, wobei einige dieser Angriffe mit chinesischen Militärübungen vor der Küste Taiwans zusammenlagen.

Das Moda untersuchte laut der FT die Angriffsquellen, die Methoden und das Ausmaß des Schadens vollständig. Demnach sollen die Hacker einen hybriden Ansatz verfolgt haben, bei dem manuelle Aktionen mit Angriffen durch KI-Agenten kombiniert wurden. Als Reaktion wurden neue Schutzrichtlinien erlassen und die Systemüberwachung intensiviert, damit zukünftige Angriffe früher erkannt und schneller blockiert werden können.

In Deutschland gab das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im Juni 2026 eine Warnung wegen der zunehmenden Nutzung von künstlicher Intelligenz bei Cyberangriffen heraus.

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