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Cyberangriff auf Klue: Hacker erbeutet Daten von Lastpass-Nutzern

Bei einem Cyberangriff auf das Unternehmen Klue sind Daten unzähliger Salesforce-Kunden abgeflossen. Auch Lastpass-Nutzer sind betroffen.
/ Marc Stöckel
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Ein Angreifer ist an Daten von Lastpass-Nutzern gelangt. (Bild: Leon Neal/Getty Images)
Ein Angreifer ist an Daten von Lastpass-Nutzern gelangt. Bild: Leon Neal/Getty Images

Ein am 12. Juni erfolgter Cyberangriff auf eine KI-Marktanalyseplattform namens Klue hat Folgen für Nutzer des Passwortmanagers Lastpass. Wie Lastpass in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) schildert, ist der Angreifer an OAuth-Tokens gelangt und konnte damit auf die Salesforce-Umgebung des Unternehmens zugreifen. Infolgedessen sollen persönliche Daten einiger Lastpass-Nutzer abgeflossen sein.

Zu den betroffenen Daten zählen den Angaben zufolge geschäftliche Kontaktdaten und damit verbundene CRM-Daten, darunter Namen, Rufnummern, E-Mail-Adressen, Postadressen, Daten aus Supportfällen und vertriebsbezogene Daten. Passworttresore sind dieses Mal aber wohl nicht betroffen.

Lastpass betont zudem, dass der Vorfall ausschließlich mit der Anwendung von Klue verbundene Systeme betrifft. "Die Produkte, Dienste und die Infrastruktur von Lastpass waren in keiner Weise betroffen, und die Tresore der Kunden sind weiterhin sicher", so der Anbieter. Betroffene sollten jedoch bezüglich möglicher Phishing-Attacken in nächster Zeit besonders wachsam bleiben.

Weitere Unternehmen betroffen

Lastpass ist nur eines von vielen Opfern des Klue-Hacks. Einem Bericht von The Register(öffnet im neuen Fenster) zufolge sollen Hunderte von Unternehmen betroffen sein, darunter KI-, Security- und Softwareunternehmen wie Huntress(öffnet im neuen Fenster), Hackerone(öffnet im neuen Fenster), Gong(öffnet im neuen Fenster), Recorded Future(öffnet im neuen Fenster), Jamf(öffnet im neuen Fenster), Tanium(öffnet im neuen Fenster), Snyk(öffnet im neuen Fenster) und Insurity(öffnet im neuen Fenster). Der Angreifer konnte über die Klue-Integration jeweils Daten aus deren Salesforce-Instanzen abgreifen.

Wie Klue in einer eigenen Meldung(öffnet im neuen Fenster) zu dem Vorfall schildert, erfolgte der Erstzugriff über veraltete und kompromittierte Zugangsdaten für einen Integrationsdienst. Laut einem Techcrunch-Bericht(öffnet im neuen Fenster) handelte es sich wohl um Anmeldeinformationen, die 2022 im Rahmen eines Pilotprojektes erstellt wurden und längst hätten deaktiviert werden sollen.

Auch Salesforce hat zu dem Vorfall eine Meldung veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Demnach hat das Unternehmen die Klue-Integration aus Sicherheitsgründen vorerst deaktiviert. Hinter dem Hack steht laut Bleeping Computer(öffnet im neuen Fenster) ein erst seit April 2026 aktiver Cyberakteur namens Icarus. Dieser soll betroffenen Klue-Kunden unter dem Alias "mr bean" bereits Erpresserschreiben geschickt haben.


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