Cyberangriff auf Hasbro: Hacker infiltrieren IT von großem Spielwarenkonzern
Der 1923 gegründete Spielwarenhersteller Hasbro, bekannt für prominente Marken wie Monopoly, ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Laut einer Meldung(öffnet im neuen Fenster) , die das Unternehmen an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC übermittelt hat, wurde der Angriff am 28. März festgestellt. Es habe einen unbefugten Zugriff auf das Netzwerk von Hasbro gegeben, woraufhin das Unternehmen bestimmte Systeme "proaktiv" abgeschaltet habe, heißt es.
Das genaue Ausmaß des Angriffs, also ob etwa Daten abgeflossen sind und wenn ja, in welchem Umfang, ist noch nicht bekannt und wird derzeit untersucht. Hasbro zog nach eigenen Angaben externe Cybersicherheitsexperten hinzu, um den Vorfall und dessen Auswirkungen "mit Hochdruck" zu untersuchen.
Durch die Umsetzung nicht näher spezifizierter "Business-Continuity-Pläne" sollen die Bestellannahme, die Auslieferung von Hasbro-Produkten sowie die Abwicklung anderer wichtiger Geschäftsabläufe weiterhin möglich sein. Zu Verzögerungen könne es dennoch kommen. Das Unternehmen rechnet damit, dass es "mehrere Wochen" dauern wird, bis die Situation vollständig aufgeklärt ist.
Viele Fragen noch ungeklärt
Passend zu der Meldung an die SEC ist auch die Webseite von Hasbro aktuell nicht verfügbar. Wer die Domain Hasbro.com aufruft, bekommt nach einer etwas längeren Wartezeit eine Wartungsmeldung ausgespielt. Besuchern wird darin empfohlen, zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen. Einen Hinweis zum Cyberangriff sowie zur Dauer des Ausfalls gibt es auf der Seite jedoch nicht.
Unklar ist noch, um welche Art von Cyberattacke es sich handelt und ob dabei etwa Ransomware im Spiel war und Daten verschlüsselt oder exfiltriert wurden. Zum Angreifer machte Hasbro ebenfalls keine Angaben. Bisher scheint sich auch noch keine Hackergruppe zu dem Angriff bekannt zu haben.
Wie der Angreifer in die IT-Umgebung von Hasbro eindringen konnte, ist ebenfalls noch nicht öffentlich bekannt. Häufig sind derartige Cyberangriffe aber die Folge ungepatchter Sicherheitslücken , einer erfolgreichen Phishing-Attacke oder eines anderen Angriffs, bei dem beispielsweise mit einer Malware Zugangsdaten eines Mitarbeiters erbeutet wurden.
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