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Cyberangriff auf belgische Brauerei: "Wir haben mehr als genug Bier auf Lager!"

Nach Feststellung einer Ransomware-Attacke hat die Brauerei Duvel Moortgat ihre Produktion angehalten. Bier ist aber wohl vorerst genug da.

Artikel veröffentlicht am , Marc Stöckel
Duvel ist ein obergäriges helles Starkbier aus Belgien. (Bild: pexels.com / Brett Jordan)

Die belgische Brauerei Duvel Moortgat ist am Mittwoch Ziel eines Cyberangriffs geworden, der einen vorübergehenden Stillstand der Bierproduktion zur Folge hat. Das berichtet Bleeping Computer unter Verweis auf Angaben der belgischen Tageszeitung Het Nieuwsblad. Der Angriff erfolgte demnach mit einer Ransomware, so dass möglicherweise Daten verschlüsselt und/oder abgegriffen wurden.

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"Um 1:30 Uhr in der vergangenen Nacht ging in der IT-Abteilung von Duvel der Alarm los, weil eine Ransomware entdeckt wurde", erklärte Duvel-Sprecherin Ellen Aarts der Zeitung. Die Produktion sei daraufhin sofort heruntergefahren worden. Wann diese wieder anlaufen könne, sei noch unklar. "Wir hoffen, heute oder morgen", so die Sprecherin.

Ungewiss ist wohl noch, ob bei dem Vorfall tatsächlich sensible Informationen abflossen. Ebenso ist noch unbekannt, wer genau hinter dem Angriff steckt und ob die Angreifer ein Lösegeld fordern. Für Fans von Duvel gibt es der Tageszeitung zufolge allerdings keinen Grund zur Sorge. "Wir haben mehr als genug Bier auf Lager, um diesen Produktionsstopp zu überbrücken", soll das Unternehmen erklärt haben.

Fans reagieren humorvoll

Bei Duvel handelt es sich um ein obergäriges helles Starkbier, das international vertrieben wird. Hergestellt wird es in der belgischen Brauerei Duvel Moortgat in Breendonk. Neben Duvel werden dort auch andere beliebte Biere wie Vedett oder Maredsous gebraut. Das Unternehmen hat laut Het Nieuwsblad noch drei weitere Standorte. Ob diese ebenfalls von dem Produktionsstopp betroffen sind, erklärt die Zeitung aber nicht.

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Duvel-Fans reagierten auf Reddit mit Humor auf die Berichterstattung zu dem Cyberangriff. Sie erklärten die Situation dort zu einem "nationalen Notfall", riefen zum Hamstern von Biervorräten auf und fragten, wie groß die strategischen Reserven der Brauerei überhaupt sind. Andere hingegen äußerten die Befürchtung, der Preis von Duvel werde infolge dieses Vorfalls möglicherweise ansteigen.