Abo
  • IT-Karriere:

Cyberkriminalität: Vollkasko gegen DoS-Attacken

Gestohlene Kundenpasswörter oder E-Mail-Adressen können für Unternehmen teuer werden. Versicherungen bieten darum einen Schutz vor den Folgen von Datenverlust, Spionage und DoS-Attacken.

Artikel veröffentlicht am , Umar Choudhry
Hacker-Symbolbild
Hacker-Symbolbild (Bild: Kacper Pempel/Reuters)

Identitätsdiebstahl, Wirtschaftsspionage, Datenklau - Beispiele bei Sony, Vodafone oder Adobe haben gezeigt, dass Cyberangriffe für Unternehmen zu einem Problem werden können, wenn sensible Daten wie Kundenpasswörter oder E-Mail-Adressen von Hackern gestohlen werden.

Inhalt:
  1. Cyberkriminalität: Vollkasko gegen DoS-Attacken
  2. Mindestprämie bei 5.000 Euro pro Jahr

Die aus einem Datenverlust oder Hackerangriff resultierenden Schäden sind, wenn überhaupt, bei vielen Unternehmen oft nur unzureichend über bestehende Versicherungen abgedeckt. Während Cyberpolicen in den USA fester Bestandteil im Versicherungsportfolio von Firmen sind, besteht in Deutschland Aufholbedarf.

Dabei kommen den Versicherungen die strenger werdenden rechtlichen Vorgaben im Bereich des Datenschutzes entgegen. So müssen sich mit der geplanten EU-weiten Meldepflicht von Hackerangriffen oder der EU-Datenschutzgrundverordnung die IT-Verantwortlichen mit der Bedrohung aus dem weltweiten Netz befassen.

"Wir sind überzeugt, dass sich Cyberversicherungen auch hierzulande zu einer eigenständigen Produktgattung in der Industrieversicherung entwickeln werden", sagt Hartmut Mai, Vorstandsmitglied im Allianz-Konzern.

Imageverlust und Betriebsunterbrechung versichern

Stellenmarkt
  1. DATAGROUP Köln GmbH, Düsseldorf
  2. Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, München

Vorreiter bei den IT-Policen waren ausländische Spezialversicherer, deren deutsche Gesellschaften Schutz vor Datenklau und Spionage in Deutschland anboten wie zum Beispiel die Versicherer ACE, AIG, Aon, Hiscox und Marsh. Bei den angebotenen Versicherungen fallen die in der Mehrzahl enthaltenen englischen Namensbestandteile der Policen mit "Cyber", "Protect" und "Risk" auf. Auch inhaltlich gibt es große Gemeinsamkeiten der versicherten Risiken.

Neben einer Standarddeckung kann ein Unternehmen zusätzliche Bausteine dazubuchen. Dabei werden sowohl Eigen- als auch sogenannte Drittschäden versichert. Die Eigenschadendeckung umfasst zum Beispiel die Hilfe des Versicherers, die wirtschaftlichen Folgen eines Imageschadens zu mindern.

PR-Maßnahmen und die Kosten von Anwälten werden bezahlt, um den Ansehensverlust eines Unternehmens so gering wie möglich zu halten. Weitere versicherte Risiken sind die finanzielle Sicherheit bei einer Betriebsunterbrechung, die Kosten für die Datenwiederherstellung oder auch Bußgeldklagen.

Zu den klassischen Drittschäden zählen Schäden, die Kunden des versicherten Unternehmens durch Hackerangriffe, Denial-of-Service-Attacken, Datenschutzverletzungen oder fehlerhafte digitale Kommunikation erleiden. Der Versicherungsschutz kann darüber hinaus etwa auf Lösegeldzahlungen an Dritte bei einer Cybererpressung, auf die Verletzung von Persönlichkeits- oder Urheberrechten ausgedehnt werden.

"Je nach Geschäftsmodell und IT-Anwendungen ist das Angriffsrisiko höher oder niedriger", sagt Joachim Albers, der die Entwicklung der Cyberpolice bei der Allianz koordiniert hat. Bei den Premium-Varianten einer Police handele es sich um individuell maßgeschneiderte Lösungen mit bis zu 50 Millionen Euro Versicherungssumme. Darin enthalten sind auch vom Unternehmen selbst verschuldete Pannen oder Mitarbeiterfehler.

Mindestprämie bei 5.000 Euro pro Jahr 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 72,99€ (Release am 19. September)
  2. 149,90€ + Versand

Anonymer Nutzer 06. Nov 2013

wie wahr, wie wahr, oder wie war das nochmal ? Edit: Ich bin mir ziemlich sicher, dass...

zwangsregistrie... 06. Nov 2013

+1 treffender hätte man es nicht formulieren können!

zwangsregistrie... 06. Nov 2013

statt in Sicherheit zu investieren und Admins vernünftig zu bezahlen und auszubliden...

Mingfu 06. Nov 2013

Liest sich wie ein PR-Artikel der Versicherungslobby. In Wirklichkeit ist es doch so...


Folgen Sie uns
       


Asrock DeskMini A300 - Test

Der DeskMini A300 von Asrock ist ein Mini-PC mit weniger als zwei Litern Volumen. Der kleine Rechner basiert auf einer Platine mit Sockel AM4 und eignet sich daher für Raven-Ridge-Chips wie den Athlon 200GE oder den Ryzen 5 2400G.

Asrock DeskMini A300 - Test Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
Mobile-Games-Auslese
Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ein Dieb mit Dolch in Daggerhood, dazu ein (historisch verbürgter) Arzt in Astrologaster sowie wunderschön aufbereitetes Free-to-Play-Mittelalter in Marginalia Hero: Golem.de stellt die spannendsten neuen Mobile Games vor.
Von Rainer Sigl

  1. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung
  2. Mobile-Games-Auslese Rollenspiel-Frühling mit leichten Schusswechseln
  3. Gaming Apple Arcade wird Spiele-Flatrate für iOS und MacOS

Projektmanagement: An der falschen Stelle automatisiert
Projektmanagement
An der falschen Stelle automatisiert

Kommunikationstools und künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, dass IT-Projekte besser und schneller fertig werden. Demnächst sollen sie sogar Posten wie den des Projektmanagers überflüssig machen. Doch das wird voraussichtlich nicht passieren.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel


    Ocean Discovery X Prize: Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee
    Ocean Discovery X Prize
    Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

    Öffentliche Vergaberichtlinien und agile Arbeitsweise: Die Teilnahme am Ocean Discovery X Prize war nicht einfach für die Forscher des Fraunhofer Instituts IOSB. Deren autonome Tauchroboter zur Tiefseekartierung schafften es unter die besten fünf weltweit.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. JAB Code Bunter Barcode gegen Fälschungen

      •  /