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Cyber-Krieg: Von der Leyen plant deutsches Cybercom

Die "Cyber-Kompetenzen" der Bundeswehr will die Verteidigungsministerin in einem eigenen Bereich bündeln. Die Armee soll neue IT-Strukturen bekommen – und künftig im Cyberraum auch angreifen können.
/ Hauke Gierow
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Will die Bundeswehr digital aufrüsten: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (Bild: Sean Gallup/Getty Images News)
Will die Bundeswehr digital aufrüsten: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Bild: Sean Gallup/Getty Images News

Die "Cyber-Kompetenzen" der Bundeswehr sollen künftig in einem eigenen militärischen Organisationsbereich gebündelt werden. Die gesamte IT-Struktur der Bundeswehr soll neu geordnet werden. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung(öffnet im neuen Fenster) .

Der neue Organisationsbereich soll den Angaben der Zeitung zufolge den Teilstreitkräften Heer, Luftwaffe, Marine und dem Sanitätsdienst sowie der Streitkräftebasis gleichgestellt werden. Um besser auf digitale Angriffe reagieren zu können, plant das Ministerium, Schnittstellen zu anderen Behörden, etwa dem Innenministerium, zu schaffen. Erste Gespräche sollen bereits stattgefunden haben.

Offensive Cyber-Fähigkeiten geplant

Netzpolitik.org hatte bereits im Juli über die "Strategische Leitlinie Cyber-Verteidigung" berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Die dort veröffentlichten Überlegungen für die zukünftige Ausrichtung der Bundeswehr sahen bereits eine Integration der Streitkräfte vor. Außerdem solle die Bundeswehr im Bereich der strategischen Aufklärung von "Verwundbarkeiten und möglicher Angriffsvektoren von und gegen mögliche Gegner" mehr Befähigungen erhalten.

Die Armee soll auch offensive Fähigkeiten erhalten: "Offensive Cyber-Fähigkeiten der Bundeswehr haben grundsätzlich das Potenzial, das Wirkspektrum der Bundeswehr in multinationalen Einsätzen signifikant zu erweitern" , heißt es in dem Dokument.

Vorbild Cybercom in den USA

In den USA gibt es bereits seit 2010 das Cyber Command (US Cybercom) . Die Verknüpfungen zwischen Geheimdienst und Armee sind dort aber deutlich enger, als es für Deutschland geplant sein soll: Der Kommandeur des Cybercom im Rang eines Vier-Sterne-Generals ist zugleich Chef der NSA. Das gilt für den derzeitigen Amtsinhaber Michael Rogers ebenso wie für seinen Vorgänger Keith Alexander.


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