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Yon ist Unternehmer und nicht Informatiker

Yon selbst bringt zahlreiche Erfahrungen von außerhalb der Bundeswehr mit. Er war als Unternehmer aktiv, hat mehrere Firmen gegründet und später verkauft. Der studierte BWLer ist dabei nicht selbst als Entwickler tätig, sieht das aber nicht als Nachteil an: "Ich habe als Unternehmer gemerkt, dass es manchmal gut ist, die Informatik nicht zu kennen. Denn dann stellt man oft die einfachen, dummen Fragen, die es oft braucht, um ein Produkt besser zu machen."

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Im Gespräch merkt man ihm an, dass er selbst tief in der Startup-Szene verwurzelt ist. Er empfiehlt das Buch "Innovators Dilemma" als bahnbrechende Lektüre und Meilenstein der Management-Literatur. Und zumindest ein bisschen spiegelt sich der Startup-Geist auch noch in den Räumlichkeiten der Einheit wider: Wo in einem Ministerium normalerweise eine einzelne Person arbeitet, sind derzeit acht Arbeitsplätze eingerichtet.

Noch. Denn die Einheit soll perspektivisch eigene Räume beziehen, die außerhalb des militärisch gesicherten Ministeriums liegen werden. "Wir müssen kein Hochsicherheitsbereich sein, um zu schauen, was die Startup-Welt zu bieten hat," sagt Yon. Man habe keine Geheimnisse, sondern wolle sich anschauen, wolle die Fühler ausstrecken.

Es geht auch um Problemlösungen in der Verwaltung

Im Gespräch betont Yon dann auch, dass der kämpfende Teil der Truppe nur ein kleiner Teil des Systems Bundeswehr sei. Viele Probleme lägen in der Verwaltung und in anderen Bereichen. Man habe mit den gleichen Digitalisierungsherausforderungen zu tun wie Unternehmen in der Privatwirtschaft: "Wir sind eine der größten Bildungseinrichtungen Deutschlands. Wir sind eine der größten Gesundheitseinrichtungen Deutschlands. Und wir sind eines der größten Logistikunternehmen in Deutschland." Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Einheit dürfte also in diesem Bereich liegen.

Auch im Bereich der Personalgewinnung könnte es aber Änderungen geben, wenn die Bundeswehr in Zukunft qualifiziertes IT-Personal anwerben möchte: "Die Bundeswehr hat in der Vergangenheit vor allem Berufsanfänger rekrutiert. Ich glaube, dass wir künftig stärker das Potenzial von Seiteneinsteigern nutzen müssen und werden", sagt Yon. Anders werden viele Stellen wohl auch nicht zu besetzen sein, denn fast alle Bundesbehörden haben massive Probleme, IT-Stellen mit qualifiziertem Personal zu besetzen, etwa die Entschlüsselungsbehörde Zitis und auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI. Wer über den Innovation Hub bereits einmal mit dem Ministerium erfolgreich zusammengearbeitet hat, der könnte eine Bewerbung eventuell eher in Betracht ziehen.

Aber auch die bereits vorhandenen Mitarbeiter sollen profitieren. Das neue Zentrum soll es ermöglichen, auch deren Bedürfnisse aufzunehmen und zu kommunizieren. Ohnehin werde in der Bundeswehr sehr viel weitergebildet, sagt Yon. Daher sei es sinnvoll, die Erfahrungen der Mitarbeiter in die Weiterentwicklung der IT-Systeme mit einzubeziehen.

Ob das alles funktioniert, bleibt abzuwarten. In den kommenden Jahren jedenfalls will es das Ministerium ausprobieren und hofft, viele neue Ideen zu sammeln.

 Cyber Innovation Hub der Bundeswehr: Startups für bessere Pflaster und dynamischere IT
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Kleine Schildkröte 04. Aug 2017

Sorry aber das ist praktisch Realsatiere. Genau das Niveau von Stellenausschreibungen...

b5g2k 03. Aug 2017

Wahrscheinlich nicht. Allerdings kommt es immer auf diverse Faktoren an. Es gibt sehr...

narfomat 03. Aug 2017

FINDEN tut man die schon... die bundeswehr ist aber kein X-beliebiges ziviles...

deutscher_michel 03. Aug 2017

Ich habe die Frage schon öfter in verschiedenen Firmen gestellt - was soll damit erreicht...

donadi 03. Aug 2017

"room in room" Konzepte sind dir völlig unbekannt?


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