Drum-Machine und nachspielbare Songs
Wem das Klimpern einer Gitarre nicht ausreicht, kann auch noch die inkludierte Drum-Machine einschalten. Die Schlagzeugbegleitungen enthalten auch einen automatisch gespielten Bass. Es stehen fünf verschiedene Perkussionsinstrumente zur Verfügung: Schlagzeug, E-Drum, R&B-Schlagzeug, chinesische und afrikanische Trommeln. Wie bei den Begleitinstrumenten kann ich auch hier wieder aus einer Vielzahl an Rhythmen wählen.
Auch gibt es wieder Rhythmen, die an bekannte Lieder angelehnt sind. Insgesamt finde ich, dass die Drum-Machine einen guten Job erledigt, manchmal aber etwas unrealistisch klingt. Gesteuert wird die Schlagzeugbegleitung über die beiden Touch-Bedienflächen im achten Bund des Griffbrettes. Ich kann die Begleitung starten, Fills aktivieren und sie wieder ausschalten.
Über Klopfen mit dem Finger kann ich zudem das Tempo direkt am Cyber-G Pocket einstellen. Das Tempo ist auch wichtig, wenn ich ohne die Drum-Machine spiele. Die Begleitpattern unterliegen ebenfalls dem eingestellten Tempo, und es macht einen Unterschied, ob ich die Creep-Gitarrenbegleitung mit 100 oder mit 200 bpm spiele.
Viele Songs zum Nachspielen
Über die Enya-App kann ich das Cyber-G Pocket noch auf eine weitere Art und Weise nutzen. Die App bietet eine Reihe von Liedern zum Nachspielen an, bei denen ich die richtigen Bünde auf dem Griffbrett zum richtigen Zeitpunkt drücken und das Plektrum anschlagen muss. Die unterschiedlichen Bünde sind – anders als beim freien Spiel – farblich gekennzeichnet.
Die nachzuspielenden Lieder können in der Tonart geändert werden, außerdem lässt sich die Melodiestimme ausschalten. Greife und spiele ich richtig, klingen die Lieder in der Regel ziemlich gut. Bei den Partituren (nennen wir es mal so) gibt es allerdings Qualitätsunterschiede. Einige sind intuitiv zu spielen und stimmen halbwegs, bei anderen ist die Transkription schlichtweg falsch oder die Einsätze stimmen nicht.
Vom berühmt-berüchtigten Klassiker Wonderwall von Oasis beispielsweise gibt es zwei Versionen – bei beiden stimmen die Akkorde nicht. Auch wer Bob Dylan auf dem Cyber-G Pocket anhand vorgefertigter Partituren nachspielen will, dürfte sich über das Ergebnis wundern. Die Liedauswahl ist insgesamt recht Asien-zentrisch, was ich einem asiatischen Hersteller natürlich nicht vorwerfe.
Aufgeladen wird das Cyber-G Pocket über einen USB-Anschluss am unteren Rand des Instruments. Enya Music zufolge soll eine Akkuladung für acht Stunden durchgängiges Spielen ausreichen – der Wert haut meinen Erfahrungen nach hin. Beim Laden zeigen die Griff-LEDs den Ladefortschritt an.
Kopfhörerausgang für besseren Klang
Am unteren Rand des Cyber-G Pocket befindet sich ein 3,5-mm-Kopfhörerausgang. Dieser hat eine gute Ausgangsqualität und verbessert vor allem Instrumente wie den Bass klanglich – die eingebauten Lautsprecher sind wie bereits erwähnt im unteren Frequenzbereich etwas schwachbrüstig.
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