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Cyber Berkut: Hacker legen Nato-Webseiten lahm

In der Nacht zum Sonntag wurden mehrere Internetseiten der Nato mittels DDoS-Attacken lahmgelegt. Zu dem Angriff bekannte sich eine Organisation, die sich Cyber Berkut nennt. Damit sollten die "Cyber-Banditen der Nato" vertrieben werden.
/ Ingo Pakalski , dpa
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Auch die Nato-Hauptseite war Opfer der DDoS-Attacke. (Bild: Screenshot Golem.de)
Auch die Nato-Hauptseite war Opfer der DDoS-Attacke. Bild: Screenshot Golem.de

Mehrere Internetseiten der Nato sind in der Nacht zum Sonntag stundenlang durch DDoS-Attacken lahmgelegt worden. Hintergrund dürfte der Umbruch in der Ukraine sein. Die dort herrschende Übergangsregierung strebt eine Aufnahme in die Nato an - was Russland als Provokation ansieht.

Die Attacke erfolgte unmittelbar vor dem Referendum über einen Anschluss der Krim an Russland. Zu der Cyberattacke bekannte sich eine Organisation, die sich Cyber Berkut nennt. Der Name erinnert an eine Spezialeinheit der ukrainischen Miliz, die nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch aufgelöst worden war.

Nato-Hauptseite war nicht erreichbar

Nato-Sprecherin Oana Lungescu teilte am Sonntagvormittag per Twitter mit, der Computerangriff habe die "Integrität der Datensysteme der Nato nicht beeinträchtigt" . Die wichtigste Internetseite des Bündnisses (www.nato.int) sei wieder erreichbar, obwohl die Angriffe fortgesetzt würden. Stundenlang war die Webseite allerdings nicht erreichbar. Auch die Webseite des Nato-Zentrums zur Bekämpfung von Computerangriffen war lahmgelegt worden. Diese befindet sich in der estnischen Hauptstadt Tallinn.

Cyber Berkut beschuldigte auf seiner Webseite die Nato, dass von der Ukraine aus nur ausgewählte Informationen erreichbar seien und objektive Quellen blockiert würden. "Die Cyberbanditen der Nato sollten schleunigst abhauen" , hieß es.

Die Nato hatte 2008 in Tallinn ein Zentrum für den Kampf gegen Internetangriffe eingerichtet, nachdem Estland durch Cyberangriffe auf Banken und Energieversorger erschüttert worden war. Die Regierung in Tallinn hatte Russland beschuldigt, hinter den Angriffen zu stehen - was von Moskau bestritten wurde.


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