Abo
  • Services:
Anzeige
Für den Coup wurde weltweit 36.000-mal Geld abgehoben.
Für den Coup wurde weltweit 36.000-mal Geld abgehoben. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Cyber-Bankraub: Kreditkartenhacker wird nicht an USA ausgeliefert

Für den Coup wurde weltweit 36.000-mal Geld abgehoben.
Für den Coup wurde weltweit 36.000-mal Geld abgehoben. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Der wegen mehrerer Betrugsdelikte mit Kreditkarten beschuldigte und in Deutschland inhaftierte Ercan F. wird vorerst nicht an die USA überstellt. Dies hat nach Medienberichten das Bundesverfassungsgericht entschieden, womit der Fall weiter in Deutschland verhandelt wird.

Anzeige

Das Oberlandesgericht Frankfurt muss sich weiter mit Ercan F. beschäftigen. An diese Kammer hat das Bundesverfassungsgericht laut einem Bericht von Spiegel Online den Fall zurückverwiesen. In Frankfurt war zuvor entschieden worden, dass der Beschuldigte an die USA ausgeliefert werden soll. Die Vereinigten Staaten, deren Secret Service den Mann ausfindig machte, wollen F. den Prozess machen, weil er und seine Helfer auch US-Finanzunternehmen geschädigt haben sollen. Für solche Ermittlungen ist der Secret Service zuständig.

In den USA drohen F. bis zu 250 Jahre Haft, in Deutschland höchstens 15, wie der Anwalt des Beschuldigten Spiegel Online sagte. Diese Strafe hält der Jurist für unverhältnismäßig und einen Verstoß gegen die Menschenwürde, weshalb er das Verfassungsgericht anrief. Zudem, so der Verteidiger weiter, sei F. auch wegen "Verschwörung" angeklagt, einem Straftatbestand, den das deutsche Recht so nicht kenne.

Geplante Aktion in über 20 Ländern

Dem Mann wird vorgeworfen, der Drahtzieher einer Aktion zu sein, bei der im Februar 2012 mehr als 40 Millionen US-Dollar von Bankautomaten mit gefälschten Kreditkarten abgehoben worden sein sollen. Der hohe Betrag soll durch nahezu zeitgleichen Einsatz von vielen Mittätern in über 20 Ländern erbeutet worden sein.

Um die Taten zu ermöglichen, sollen die Kriminellen Sicherheitslecks in der indischen Filiale einer US-Firma für internationalen Zahlungsverkehr und einer Bank im Oman ausgenutzt haben. Dadurch konnten sie PIN-Nummern für Prepaid-Kreditkarten auslesen und die maximale Abhebesumme nach oben setzen. Die Ermittler waren von der straffen Organisation der Bandenhelfer beeindruckt: So wurden in einer einzigen Nacht weltweit 36.000 Abhebungen mit gefälschten Geldkarten registriert.

In Dortmund, Duisburg, Frankfurt, Mannheim, Koblenz, Hamburg, Bremen, Essen und Düsseldorf wurden insgesamt 1,8 Millionen Euro abgehoben. Alle Teams hielten sich peinlich genau an die Limits und vermieden so, dass die Karten gesperrt wurden. Ercan F. wird beschuldigt, der technische Kopf hinter den Taten zu sein. Im Dezember wurde er nach einem Tipp des Secret Service in Deutschland festgenommen und befindet sich seitdem in Haft.


eye home zur Startseite
Rulf 03. Dez 2014

und das ist wiederum eine aufgabe der gewerkschaften...leider sind diese in de auch sehr...

Denkanstoss 02. Dez 2014

Falsche Frage. Wo ist der Zusammenhang zwischen der KV und dem Strafrecht?

Denkanstoss 02. Dez 2014

Also a) Und ja, ich habe unser Rechtssystem verstanden und ja, ich lese kein Bild...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Berlin
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  3. OSRAM GmbH, Berlin
  4. operational services GmbH & Co. KG, Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,99€ statt 99,99€
  2. 64,99€ statt 79,99€
  3. 47,99€ statt 64,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Mercedes-Benz

    "In einer perfekten Zukunft brauchen wir keine VR-Gehhilfen"

  2. Zehn Milliarden US-Dollar

    Apple-Zulieferer Foxconn plant Werk in den USA

  3. USA

    Ipad, Kindle und Nintendo Switch müssen ins Röntgengerät

  4. Radeon Software 17.7.2

    AMDs Grafiktreiber bringt massig Neuerungen

  5. Quartalsbericht

    Facebooks Belegschaft hat sich erheblich vergrößert

  6. Gigakombi

    Vodafone verbessert Datenpaket fürs Warten aufs Festnetz

  7. Datenrate

    O2 drosselt mobiles Internet wegen EU-Roamings

  8. Netgear Nighthawk X6S

    Triband-Router kann mit Sprache gesteuert werden

  9. Spark

    DJI-Minicopter stürzt ab

  10. Nachfolger Watchbox

    RTL beendet Streamingportal Clipfish



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

Indiegames Rundschau: Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
Indiegames Rundschau
Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  1. Jump So was wie Netflix für Indiegames
  2. Indiegames-Rundschau Weltraumabenteuer und Strandurlaub
  3. Indiegames-Rundschau Familienflüche, Albträume und Nostalgie

Creoqode 2048 im Test: Wir programmieren die größte portable Spielkonsole der Welt
Creoqode 2048 im Test
Wir programmieren die größte portable Spielkonsole der Welt
  1. Arduino 101 Intel stellt auch das letzte Bastler-Board ein
  2. 1Sheeld für Arduino angetestet Sensor-Platine hat keine Sensoren und liefert doch Daten
  3. Calliope Mini im Test Neuland lernt programmieren

  1. ...Dann für die Zukunft..

    Nforcer | 08:58

  2. Re: was kann da schon schief gehen !!!11drölf

    nicoledos | 08:56

  3. Re: Ich benutze zwar kein Android

    tunnelblick | 08:55

  4. Re: Was ist eigentlich aus den Feineinstellungen...

    AngryFrog | 08:55

  5. Re: Das ist doch Dummenverar....

    Sharkuu | 08:50


  1. 08:56

  2. 07:23

  3. 07:13

  4. 23:00

  5. 22:41

  6. 19:35

  7. 17:26

  8. 16:53


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel