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Custom Support Agreement: Support für Windows XP im Bundestag kostet 120.000 Euro

Der Bundestag kann für einen Teil seiner Rechner nicht auf Windows XP verzichten und gibt dafür 120.000 Euro aus. Die speziellen Custom-Supportverträge sind für Microsoft sehr lukrativ.
/ Achim Sawall
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Benutzeroberfläche von Windows XP (Bild: Microsoft)
Benutzeroberfläche von Windows XP Bild: Microsoft

Die Verlängerung des Supports von Windows XP im Deutschen Bundestag kostet den Steuerzahler voraussichtlich 100.000 Euro plus 19 Prozent Mehrwertsteuer. Das berichtet das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eine Mitteilung der Bundestagsverwaltung auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Voraussichtlich Ende Januar soll der letzte Arbeitsplatz umgerüstet sein.

Das Custom Support Agreement (CSA) gilt für einen nicht genannten Anteil an den 7.300 Computern in den Büros der Bundestagsabgeordneten und Verwaltungsmitarbeiter, auf denen noch Windows XP läuft. Angaben dazu, wie viele das sind, machte die Bundestagsverwaltung nicht.

Microsoft bietet Firmen und Organisationen an, die Unterstützung des 13 Jahre alten Betriebssystems zu verlängern. Das Land Niedersachsen oder die britische Regierung machen von dem Angebot Gebrauch. Die britische Regierung soll für den Support von mehreren hunderttausend Rechnern etwa 6,5 Millionen Euro zahlen. Wie die britische Regierungsbehörde Crown Commercial Service offiziell bekanntgab(öffnet im neuen Fenster), will Microsoft bis zum 14. April 2015 Sicherheitsupdates für Microsoft Windows XP SP3, Office 2003 SP3 und Exchange Server 2003 SP2 nachreichen.

Das Land Niedersachsen kostet die Verlängerung des XP-Supports für ein Jahr einen "mittleren sechsstelligen Betrag". Der Vertrag gilt für rund 17.000 Rechner des Landes. Pro Rechner werde der Support weniger als 50 Euro im Jahr ausmachen.

Das niedersächsische Innenministerium wollte zwar nicht angeben, welche Supportleistungen in dem Vertrag genau enthalten sind, geht aber davon aus, von Microsoft Sicherheitsupdates zu bekommen. "Wofür bezahlen wir sonst?", fragte die Sprecherin des Innenministeriums in Hannover, Svenja Böhrk.


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