• IT-Karriere:
  • Services:

Curvace: Künstliches Insektenauge mit 180-Grad-Sicht

Forscher haben ein künstliches Insektenauge entwickelt, das aus vielen kleinen Kameras besteht. Damit wird ein Sichtfeld von 180 Grad abgedeckt. Da es nur 1 mm dick ist, lässt es sich leicht biegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Insektenauge im Größenvergleich mit einer Libelle
Insektenauge im Größenvergleich mit einer Libelle (Bild: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)

Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben ein künstliches Facettenauge entwickelt, das dem eines Insekts nicht unähnlich ist. Es ist halbkreisförmig und das sorgt dafür, dass jedes der Ommatidien in eine leicht andere Richtung gelenkt ist. Das ermöglicht nicht nur einen Aufnahmewinkel von 180 Grad, sondern nach Angaben der Forscher auch eine gute Lichtempfindlichkeit und durch die geringe Materialstärke von 1 mm eine große mechanische Flexibilität.

  • Herstellung des Insektenauges (Bild: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)
  • Künstliches Insektenauge (Bild: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)
  • Künstliches Insektenauge (Bild: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)
  • Künstliches Insektenauge (Bild: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)
  • Künstliches Insektenauge (Bild: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)
Künstliches Insektenauge (Bild: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)
Stellenmarkt
  1. KBMT GmbH & Co. KG, Trierweiler
  2. Evonik Industries AG, Marl

Mit diesem Kameraauge lassen sich allerdings keine schönen Fotos aufnehmen, es lassen sich damit jedoch Bewegungen in Form von Helligkeitsveränderungen sehr gut erkennen, da gleich eine Vielzahl von Kameras das Licht aufnimmt und so Richtung und Geschwindigkeit von lichtreflektierenden Objekten erkannt werden können.

Das prädestiniert die künstlichen Insektenaugen für viele zivile und auch militärische Zwecke der Robotik, bei denen sie als Sensor eingesetzt werden könnten, um Hindernisse zu erkennen, um sich zu orientieren. Werden zwei dieser halbkreisförmigen Kameras eingesetzt, wird eine Rundumsicht von 360 Grad erzielt.

Die Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne haben auf der Website des Projekts Curvace weitere Informationen zu dem Insektenauge veröffentlicht.

In den USA wurde ebenfalls eine Insektenaugen-Kamera entwickelt. Sie bietet ein etwas kleineres Sichtfeld von 160 Grad und ist wie eine Halbkugel geformt. Die Kamera besteht aus 180 Mikrolinsen, die jeweils mit einer Fotodiode gekoppelt sind. Um die Halbkugelform zu erreichen, wird die Konstruktion pneumatisch verformt. Einen Nachteil haben beide Kameras: Ihre Auflösung ist extrem niedrig. Bei der US-Kamera sind es zum Beispiel 180 Pixel.

Eine ganz andere, hochauflösende Variante haben Fraunhofer-Forscher entwickelt, die 2011 eine Mikroskop-Kamera mit Facettenauge präsentierten. Auf Glasplatten sind dabei zahlreiche winzige Linsen auf beiden Seiten aufgebracht. Das System besteht aus drei Glasplatten mit Linsenkörpern. Die Platten liegen übereinander. Insgesamt muss das Licht durch acht Linsen der Objektivkonstruktion hindurch, bis es auf einen Sensor trifft. Dabei wird der Ausschnitt stark vergrößert. Der Aufnahmebereich ist ungefähr 36 x 24 mm groß. Die Kamera wird 5,3 mm über dem Scanobjekt gehalten und digitalisiert die gesamte Fläche in einem Rutsch.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 172,90€
  2. 69,90€ (Bestpreis)
  3. (u. a. Razer Basilisk Ultimate Wireless Gaming-Maus und Mouse Dock für 129€, Asus ROG Strix G17...
  4. (u. a. Samsung GQ65Q80T 65 Zoll QLED für 1.199€, Corsair HS60 Over-ear-Gaming-Headset Carbon...

rayo 23. Mai 2013

Stimmt doch was da steht oder? ETH = beide Standorte - ETH Zürich (ETHZ) - ETH...


Folgen Sie uns
       


Peloton - Fazit

Im Video stellt Golem.de-Redakteur Peter Steinlechner das Bike+ von Peloton vor. Mit dem Spinning-Rad können Sportler fast schon ein eigenes Fitnessstudio in ihrer Wohnung einrichten.

Peloton - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /