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Curl-Entwickler sucht Verstärkung: "Niemand hier will mit Windows arbeiten"

Der Open-Source-Entwickler Daniel Stenberg sucht Helfer für das Curl-Security-Team. Die derzeitigen sieben Mitglieder haben alle eine Windows-Aversion.
/ Marc Stöckel
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Das Curl-Security-Team hat ein Windows-Problem. (Bild: pexels.com / Ruben Boekeloo)
Das Curl-Security-Team hat ein Windows-Problem. Bild: pexels.com / Ruben Boekeloo

Der Curl-Entwickler Daniel Stenberg sucht Verstärkung für sein Security-Team. Voraussetzung ist allerdings ein grundlegendes Interesse, sich mit den Eigenheiten von Microsofts Betriebssystem Windows auseinanderzusetzen. Denn genau damit will aus dem derzeit siebenköpfigen Team niemand arbeiten, was das Erkunden und Beseitigen von Bugs in der enorm verbreiteten Open-Source-Software erheblich erschwert.

"Niemand im siebenköpfigen Curl-Sicherheitsteam nutzt Windows oder betreibt Windows-Systeme", erklärte Stenberg auf Mastodon(öffnet im neuen Fenster). "Wenn uns Leute Windows-spezifische Sicherheitslücken melden, seufzen wir nur und verdrehen die Augen. Und manchmal hyperventilieren wir sogar ein bisschen", so der Entwickler weiter.

Derzeit wolle keiner aus dem Team mit Windows arbeiten. Obendrein sei aktuell auch kein anderer Curl-Contributor aktiv, Windows-erfahren und interessiert genug, um dem Sicherheitsteam beizutreten. "Lass es mich wissen, wenn du zu dieser Gruppe gehörst und ich dich bisher einfach noch nicht bemerkt habe", fordert er Interessierte in seinem Beitrag auf.

Unzählige Projekte abhängig von Curl

Mit einem Beitritt zum Security-Team von Curl geht durchaus eine große Verantwortung einher. Curl ist ein kommandozeilenbasiertes und auch als Programmbibliothek (libcurl) angebotenes Datenübertragungstool, das schon seit fast 30 Jahren existiert und in unzähligen Softwareprojekten zum Einsatz kommt. Abermillionen von Nutzern auf der ganzen Welt sind also indirekt auf die reibungslose Funktionalität von Curl angewiesen.

Stenberg hatte sich in den letzten Jahren wiederholt über minderwertige und mit KI erzeugte Bug-Reports aufgeregt, die bei den Curl-Entwicklern eingereicht wurden und das Team mit unnötigen Untersuchungen belasteten. Später besserte sich die Qualität der KI-generierten Einreichungen jedoch enorm.

Die für viele Open-Source-Entwickler überwältigende Menge an Bug-Reports ging allerdings nicht zurück. Stenberg sprach daraufhin im April von einer neuen Ära des "High-Quality-Chaos". Dieses war letztendlich auch Anlass dafür, im Juli die Annahme jeglicher Bug-Reports für Curl zu pausieren. In einem Fazit schrieb Stenberg Anfang August(öffnet im neuen Fenster), dies sei seit langer Zeit eine seiner besten Projektentscheidungen gewesen.


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