Abo
  • Services:
Anzeige
Curiosity löchert John Klein: innere Oberfläche der Bohreinheit reinigen.
Curiosity löchert John Klein: innere Oberfläche der Bohreinheit reinigen. (Bild: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)

Curiosity: Rover locht den Mars

Curiosity löchert John Klein: innere Oberfläche der Bohreinheit reinigen.
Curiosity löchert John Klein: innere Oberfläche der Bohreinheit reinigen. (Bild: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)

Curiosity hat seinen Bohrer in Betrieb genommen und damit ein sechs Zentimeter tiefes Loch in einen Marsfels gebohrt. Damit sind alle Instrumente des Rovers in Betrieb. Der Steinstaub soll in den kommenden Tagen analysiert werden.

Curiosity hat Proben von einem Marsfels genommen: Der Rover hat den Fels John Klein angebohrt und Staub produziert, der in den kommenden Tagen untersucht werden soll. Damit sind alle Instrumente von Curiosity im Einsatz.

Anzeige

Das Loch ist 6,4 Zentimeter tief und hat einen Durchmesser von 1,6 Zentimetern. Curiosity hat es in einen Fels gebohrt, der die Bezeichnung John Klein trägt. Er befindet sich an einem Ort namens Yellowknife Bay, der Anzeichen von ehemals fließendem Wasser aufweist. Die Proben sollten Hinweise auf die nasse Vergangenheit des Ortes liefern, erklärt die Nasa.

Erst säubern, dann schauen

Bevor der Steinstaub untersucht werden kann, wird die innere Oberfläche der Bohreinheit gereinigt. Dazu wird ein Teil des Staubs darübergewirbelt und dann weggeschüttet. Das soll verhindern, dass die Probe durch Substanzen, die Curiosity möglicherweise von der Erde mitgebracht hat, verunreinigt wird - eine im Dezember 2012 gefundene organische Verbindung geht mutmaßlich auf eine solche irdische Kontamination zurück. "Danach transferieren wir das Pulver aus dem Bohrer in die Schaufel. Das wird uns ermöglichen, den ersten Blick auf die Probe zu werfen", erklärt Scott McCloskey, der für den Bohrer zuständige Techniker.

  • Das Loch in John Klein, das Curiosity am Sol 182, dem 8. Februar 2013 gebohrt hat. Das kleinere Loch rechts davon stammt von einer Probebohrung. (Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
  • Übersicht über John Klein mit dem Bohrloch in der Mitte. (Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
  • Thundercloud: Hier hat Curiosity die Schlagfunktion des Bohrwerkzeuges getestet. (Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
  • Wernecke: An dieser Stelle hat Curiosity Anfang Januar 2013 seine Besen, das Dust Removal Tool (DRT) ausprobiert. (Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
Das Loch in John Klein, das Curiosity am Sol 182, dem 8. Februar 2013 gebohrt hat. Das kleinere Loch rechts davon stammt von einer Probebohrung. (Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Der Steinstaub wird dann in das Instrument Collection and Handling for In-Situ Martian Rock Analysis (Chimra) transportiert, wo er gesiebt wird. Das Instrument lässt nur Partikel durch, die kleiner als 150 Mikrometer sind. Das ausgesiebte Material wird dann mit den Instrumenten Sample Analysis at Mars (Sam) und Chemistry and Mineralogy X-Ray Diffraction Instrument (Chemin) untersucht. Das ist für die kommenden Tage geplant.

Alle Instrumente in Betrieb

Der Bohrer ist das letzte Instrument des Rovers, das in Betrieb genommen worden ist. Zur Vorbereitung hatte Curiosity ein Loch in John Klein gehämmert. Der Bohrer, der an dem 2,1 Meter langen Roboterarm sitzt, ist ein Schlagbohrer, der die Funktionen Bohren und Hämmern offensichtlich auch einzeln ausführen kann.

"Der fortschrittlichste Weltraumroboter, der bisher gebaut wurde, ist jetzt ein voll funktionsfähiges Analyselabor auf dem Mars", kommentierte John Grunsfeld, Leiter des Science Mission Directorate der Nasa. Das sei die wichtigste Errungenschaft seit der Landung im August vergangenen Jahres. Curiosity ist der erste Marsrover, der mit einem Gesteinsbohrer ausgestattet ist.


eye home zur Startseite
Feel The Logic 11. Feb 2013

Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und...

LeoHamer 11. Feb 2013

bin ich das oder klingt das ein bischen komisch?

neocron 11. Feb 2013

er hat auch nie behauptet, dass der mars einer sei :P

__destruct() 11. Feb 2013

Der Mars ist bereits im Schlingern¹. Die Bohrungen und das Hämmern waren natürlich zum...

Hassan 11. Feb 2013

Auf dem 3. Bild neben den Loch ist was Weißes, was ist das? Gips? Oder Metall?



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. IT Baden-Württemberg (BITBW), Stuttgart-Feuerbach
  3. Novotechnik Messwertaufnehmer OHG, Ostfildern
  4. ViaMedia AG, Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. (50% Rabatt!)
  2. 219,00€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Gear VR 66,00€, Gear S3 277,00€)

Folgen Sie uns
       


  1. Obsoleszenz

    Apple repariert zahlreiche Macbooks ab Mitte 2017 nicht mehr

  2. Komplett-PC

    In Nvidias Battleboxen steckt AMDs Ryzen

  3. Internet

    Cloudflare macht IPv6 parallel zu IPv4 jetzt Pflicht

  4. Square Enix

    Neustart für das Final Fantasy 7 Remake

  5. Agesa 1006

    Ryzen unterstützt DDR4-4000

  6. Telekom Austria

    Nokia erreicht 850 MBit/s im LTE-Netz

  7. Star Trek Bridge Crew im Test

    Festgetackert im Holodeck

  8. Quantenalgorithmen

    "Morgen könnte ein Physiker die Quantenmechanik widerlegen"

  9. Astra

    ZDF bleibt bis zum Jahr 2020 per Satellit in SD verfügbar

  10. Kubic

    Opensuse startet Projekt für Container-Plattform



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Razer Core im Test: Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
Razer Core im Test
Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  1. Gaming-Notebook Razer will das Blade per GTX 1070 aufrüsten
  2. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang
  3. 17,3-Zoll-Notebook Razer aktualisiert das Blade Pro mit THX-Zertifizierung

Matebook X und E im Hands on: Huawei kann auch Notebooks
Matebook X und E im Hands on
Huawei kann auch Notebooks
  1. Matebook X Huawei stellt erstes Notebook vor
  2. Trotz eigener Geräte Huawei-Chef sieht keinen Sinn in Smartwatches
  3. Huawei Matebook Erste Infos zu kommenden Huawei-Notebooks aufgetaucht

Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Android-Apps Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte
  2. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  3. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten

  1. Re: E-Auto laden utopisch

    DY | 07:44

  2. Ich hab da mal selbst getestet...

    Ratloser99 | 07:39

  3. Re: 6 Jahre Reparatursupport sollten ja auch reichen

    Sharra | 07:38

  4. Re: Das Legen wird aber teurer sein. Auch das...

    DY | 07:37

  5. Re: ryzen seit verfügbarkeit unstabil

    zonk | 07:36


  1. 07:17

  2. 18:08

  3. 17:37

  4. 16:55

  5. 16:46

  6. 16:06

  7. 16:00

  8. 14:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel