Abo
  • IT-Karriere:

Curiosity: Mars-Rover findet Hinweise auf flüssiges Wasser

Belege für Eis auf dem Mars haben Forscher schon lange. Nun haben sie Hinweise auf eine wasserhaltige Flüssigkeit. Und Wissenschaftler berichten von weiteren gewaltigen Eisvorkommen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Hat möglicherweise flüssiges Wasser gefunden: Marsrover Curiosity
Hat möglicherweise flüssiges Wasser gefunden: Marsrover Curiosity (Bild: Nasa)

Auf dem Mars gibt es möglicherweise auch heute noch flüssiges Wasser. Darauf deuten Messungen des Mars-Rovers Curiosity, wie ein internationales Forscherteam im Fachblatt Nature Geoscience berichtet. Demnach könnte sich abends in den oberen fünf Zentimetern des Bodens aus der Luftfeuchtigkeit eine Art Salzlauge bilden, die morgens wieder verdunstet. Für Leben sei es allerdings vermutlich zu wenig Wasser und zu kalt, schreiben die Wissenschaftler.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim
  2. Vereinte Martin Luther + Althanauer Hospital Stiftung Hanau, Hanau

"Wir haben die Substanz Kalziumperchlorat im Boden entdeckt, und unter den richtigen Bedingungen absorbiert sie Wasserdampf aus der Atmosphäre", schreibt Morten Bo Madsen von der Universität Kopenhagen. "Unsere Messungen von der Wetterstation des Rovers Curiosity zeigen, dass diese Bedingungen nachts und direkt nach Sonnenaufgang im Winter existierten." Der Rover zeichnet am Boden und in 1,6 Metern Höhe unter anderem Lufttemperatur und -feuchtigkeit auf.

"Wenn es Nacht wird, kondensiert ein Teil des Wasserdampfs aus der Atmosphäre auf der Planetenoberfläche als Reif, aber das Kalziumperchlorat ist sehr stark absorbierend und bildet mit dem Wasser eine Salzlauge, wobei der Gefrierpunkt sinkt und der Reif so zu einer Flüssigkeit werden kann", schreibt Madsen. Der Boden sei so porös, dass diese einige Zentimeter tief einsickere. Tagsüber verdampfe das Wasser dann wieder.

Spuren ausgetrockneter Seen und Flüsse

Da Perchlorate auf dem Mars weit verbreitet seien, erwarten die Wissenschaftler, dass dieser Prozess nicht nur im Gale-Krater stattfindet, den Curiosity erkundet. Die Beobachtung reiht sich ein in eine Kette von Indizien für flüssiges Wasser, das einst auf dem Mars existiert haben muss oder sogar heute noch vorkommt. So haben Forscher Spuren ausgetrockneter Seen und Flüsse erspäht sowie Sedimente gefunden, aus denen sie auf ehemalige Wasservorkommen schließen.

Auch Curiosity hat Sedimentablagerungen im Gale-Krater aufgespürt, die darauf hinweisen, dass es dort einst große Mengen flüssiges Wasser gegeben haben muss. "Die Sedimentplatten auf dem Boden sind eben, so dass alles darauf hindeutet, dass der gesamte Gale-Krater einmal ein großer See gewesen sein könnte", berichtete Madsen. Vor 4,5 Milliarden Jahren habe der Mars 6,5-mal soviel Wasser besessen wie heute und zudem eine dichtere Atmosphäre gehabt. Das meiste Wasser ist heute von der Marsoberfläche verschwunden. Ein Teil davon könnte sich ins All verflüchtigt haben.

Wasser in unterirdischen Gletschern

Ein anderer Teil könnte in unterirdischen Gletschern gefangen sein, die ein anderes Forscherteam durch Messungen der Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) in den mittleren Breiten des Roten Planeten entdeckt hat. Die Radarmessungen zeigten massive Wassereis-Gletscher unter einer dicken, schützenden Staubschicht, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Geophysical Research Letters.

"Wir haben berechnet, dass die Gletscher mehr als 150 Milliarden Kubikmetern Eis entsprechen", berichtet Nanna Bjørnholt Karlsson von der Universität von Kopenhagen in einer weiteren Mitteilung. "Diese Menge Eis könnte die gesamte Marsoberfläche mit 1,1 Metern Eis bedecken. Das Eis der mittleren Breiten ist daher ein wichtiger Teil des Wasserreservoirs auf dem Mars."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,19€
  2. 3,74€
  3. 2,19€

ChriDDel 15. Apr 2015

ja, dass soll er gesagt haben. Wie auch auf die Frage, wie man sich als Klügster Mensch...

morecomp 14. Apr 2015

Das hat man mir hier nicht geglaubt, deswegen die Häme ;)


Folgen Sie uns
       


AMD stellt Navi-Grafikkarten vor

Die neuen GPUs sollen deutlich effizienter und leistungsstärker sein und ab Juli 2019 verfügbar sein.

AMD stellt Navi-Grafikkarten vor Video aufrufen
Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

Kickstarter: Scheitern in aller Öffentlichkeit
Kickstarter
Scheitern in aller Öffentlichkeit

Kickstarter ermöglicht es kleinen Indie-Teams, die Entwicklung ihres Spiels zu finanzieren. Doch Geld allein ist nicht genug, um alle Probleme der Spieleentwicklung zu lösen. Und was, wenn das Geld ausgeht?
Ein Bericht von Daniel Ziegener

  1. Killerwhale Games Verdacht auf Betrug beim Kickstarter-Erfolgsspiel Raw
  2. The Farm 51 Chernobylite braucht Geld für akkurates Atomkraftwerk
  3. E-Pad Neues Android-Tablet mit E-Paper-Display und Stift

    •  /