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Curiosity: Lebenswichtige Mineralien auf dem Mars

Auf dem Mars könnten Bedingungen geherrscht haben, die Leben ermöglichen. Das hat die Analyse des Gesteinsstaubs ergeben, den der Marsrover Curiosity aus einem Felsen gebohrt hat.
/ Werner Pluta
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Stein John Klein: Reaktion mit Süßwasser (Bild: Nasa)
Stein John Klein: Reaktion mit Süßwasser Bild: Nasa

Der Marsrover Curiosity(öffnet im neuen Fenster) hat Gesteinsproben vom Mars analysiert und die Daten zur Erde geschickt. Der Boden enthalte eine Reihe von chemischen Elementen, die für die Entwicklung von Leben, wie wir es kennen, entscheidend seien, teilte die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) mit(öffnet im neuen Fenster) .

In den Proben, die Curiosity von der Felsformation John Klein genommen hat, fanden sich Kohlenstoff, Phosphor, Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff und Wasserstoff. Diese sechs Elemente sind die Hauptbestandteile von Biomasse. "Eine wesentliche Frage dieser Mission ist, ob der Mars hätte bewohnbar sein können" , sagt Michael Meyer, wissenschaftlicher Leiter des Marserkundungsprogramms der Nasa. "Nach dem, was wir jetzt wissen, lautet die Antwort: ja."

Nasa zeigt eine Bohrung auf dem Mars (Animation)
Nasa zeigt eine Bohrung auf dem Mars (Animation) (01:45)

Curiosity hatte John Klein – der Name erinnert an den 2011 verstorbenen stellvertretenden Leiter des Curiosity-Projekts – im Februar angebohrt und später eine Probe von dem Bohrstaub genommen . Diese wurde mit den Instrumenten Chemistry and Mineralogy X-Ray Diffraction Instrument(öffnet im neuen Fenster) (Chemin) und Sample Analysis at Mars(öffnet im neuen Fenster) (SAM) analysiert.

Feinkörniger Tonstein

John Klein ist ein Teil der Yellowknife Bay, einem Ort, der Spuren von ehemals fließendem Wasser aufweist. Die neuen Daten bestätigen diese Hypothese: Die untersuchte Felsformation besteht aus einem feinkörnigen Tonstein, der unter anderem Tonmineralien und Sulfate enthält. Tonmineralien machten etwa 20 Prozent der Probe aus, sagt SAM-Wissenschaftler David Blake. Diese entstehen, wenn Süßwasser mit vulkanischen Mineralien wie Olivin in Kontakt kommt und reagiert. Olivin war ebenfalls in der Probe enthalten.

Die Yellowknife Bay gehört zu einem System von Rinnen, die vom Rand des Marskraters Gale herunterkommen. Auf dem Weg zur Yellowknife Bay hatte Curiosity schon einmal ein trockenes Flussbett passiert .

Computerfehler

Curiosity hatte zwischenzeitlich eine Zwangspause einlegen müssen: Am Hauptcomputer war ein Speicherfehler aufgetreten, der den Rover lahmlegte. Die Nasa musste deshalb den zweiten Computer aktivieren .

Der B-Computer lief zunächst mehrere Tage im abgesicherten Modus, bevor er die vollständige Kontrolle über den Rover übernehmen konnte. Dieser arbeite inzwischen wie erwartet, berichtet die Nasa(öffnet im neuen Fenster) . Im Laufe dieser Woche sollen noch zwei Software-Patches auf dem Rover installiert werden. Wenn das geschehen ist, werden die Wissenschaftler prüfen, wann Curiosity wieder voll einsatzfähig ist.


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