Cuil: Google kauft Reste von Suchmaschinen-Startup
Google hat die Unternehmenswerte des Suchmaschinen-Startups Cuil gekauft. Wie aus Einträgen in der Datenbank des US-Patentamts hervorgeht, erwarb Google sieben Patente des einstigen Konkurrenten, berichtet das Blog Seo by the Sea(öffnet im neuen Fenster). Die Patente von Cuil beziehen sich auf die Nutzeroberfläche und das Anzeigen von mehreren unterschiedlichen Bedeutungen für denselben Suchbegriff.
Cuil wurde 2008 von zwei früheren Google-Mitarbeitern und dem ehemaligen IBM-Beschäftigten Tom Castello gegründet. Bereits im September 2010 hat Cuil den Betrieb eingestellt. Die Gründerin und frühere Google-Angestellte Anna Patterson ist inzwischen wieder als Director bei Google tätig. Patterson war vor der Cuil-Gründung für die Architektur von Googles Suchindex Teragoogle verantwortlich, der 2006 in Betrieb genommen wurde. Dritter Gründer war Russell Power, der zuvor bei Google die technische Leitung der Teragoogle-Server innehatte. Zudem beschäftigte er sich mit Webranking und automatischer Spamerkennung.
Cuil mit großem Webindex und schlechten Suchergebnissen
Das Unternehmen erhielt Risikokapital in Höhe von 33 Millionen US-Dollar. Während des Geschäftsbetriebs erklärte Cuil, 120 Milliarden Websites indexiert zu haben. Das Unternehmen warb damit, den weltgrößten Index zu haben und eine Technologie, die Googles Pagerank-Algorithmus überlegen sei. Um sich von Google abzugrenzen, verzichtet Cuil auf die Erhebung von persönlichen Daten, Suchanfragen des Nutzers würden nicht gespeichert. Beim Start waren die Suchergebnisse in einem kurzen Test von Golem.de jedoch eher enttäuschend. 2010 startete Cuil den Wikipedia-Klon Cpedia.
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