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Cubetto: Auf dem Holzweg Roboter programmieren

Ein Roboterset mit einer wortwörtlich hölzernen IDE richtet sich an Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren. Weder ein Computer noch Lese- und Schreibkenntnisse sind zum Programmieren erforderlich.
/ Alexander Merz
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Das Interface-Board (Bild: Primotoys)
Das Interface-Board Bild: Primotoys

Das Primo Cubetto Playset(öffnet im neuen Fenster) ist ein Roboterset bestehend aus einem kleinen, zweirädrigen Roboter in einem Holzgehäuse und einem sogenannten Interface-Board in einer Holzbox als Programmeditor. Im Editor können vier verschiedene Befehle in Form von kleinen Holzklötzchen eingesetzt werden, ein lineares Programm kann aus bis zu zwölf Befehlen bestehen. Optional ist die Definition einer eigenen Funktion möglich, die bis zu vier weitere Befehle aufnehmen kann. Per physischem Knopfdruck wird das so definierte Programm drahtlos auf den Roboter übertragen. Die IDE verzichtet zwar auf eine Vielzahl typischer Funktionen in Programmierumgebungen, aber durch die verschiedenfarbigen Holzblöcke erfolgt wenigstens das Syntaxhighlighting ohne Latenz.

Primo Cubetto Playset
Primo Cubetto Playset (01:45)

Die Elektronik des Roboters basiert auf einer Arduino-Uno-kompatiblen Platine, die des Interface-Boards auf dem Arduino Mega. Die Datenübertragung zwischen den beiden erfolgt entweder per USB oder drahtlos per Xbee.

Die Platine des Roboters kann auch ohne den Roboter für weitere Elektronik- und Programmierexperimente benutzt werden. Der Hersteller stellt(öffnet im neuen Fenster) nicht nur die komplette Firmware für den Roboter zur Verfügung, sondern auch Bibliotheken für die Arduino-IDE und unterstützt auch die visuelle Programmierung mit Scratch. So besitzt das Roboterset auch noch einen Nutzen, wenn die Kinder etwas älter sind.

Die Produktion des Cubetto Playset wurde 2013 durch eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne(öffnet im neuen Fenster) ermöglicht.

Das Playset, inklusive Roboter, Interface-Board und einem Spielplan mit Zäunen und Gebäuden soll es ab dem Frühjahr 2016 über die Webseite des britischen Herstellers – derzeit leider nur für die USA und Großbritannien – zum Preis von 179 US-Dollar beziehungsweise 170 Pfund geben.

Wer nicht so lange warten will, oder wem der Preis zu teuer ist, kann bereits alle Teile nachbauen. Der Hersteller hat Baupläne und Software(öffnet im neuen Fenster) unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht.


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