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Kein Unternehmen hat so viele Satelliten verloren

Planet hat wohl mehr Satelliten bei Starts von Raketen verloren als jedes andere Unternehmen - und ist trotzdem nicht pleitegegangen. Allein bei der spektakulären Explosion der Antares-Rakete im Oktober 2014 gingen 26 Satelliten auf einen Schlag verloren, acht weitere im Juni 2015 beim ähnlich erfolglosen Start einer Falcon 9.

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Der größte Teil der heute aktiven Dove-Satelliten wurde mit einer einzigen Rakete gestartet. 88 Satelliten wurden im Februar mit der indischen PSLV gestartet. Dabei wurden 48 in Reserve gehalten, falls etwas mit dem Start schiefgehen sollte. Diese 48 wurden später gestartet, um den Service noch weiter zu verbessern. Obwohl die PSLV nur bei ihrem ersten Flug 1993 einen Fehlstart hatte, stellte sich das als weise Entscheidung heraus. Nur wenige Monate später scheiterte wieder ein Start einer PSLV - zum ersten Mal nach fast 20 Jahren.

"Der Ansatz der vielen Satelliten bringt eine große Widerstandsfähigkeit gegen Probleme und Ausfälle mit sich", sagt Robbie Schingler. Außerdem können die Satelliten mit verschiedenen Bauteilen und Instrumenten ausgestattet werden, was die Konstellation als Ganzes viel flexibler als einzelne große Satelliten macht.

Landwirte sind die wichtigsten Kunden

Die wichtigsten Kunden für die Bilder des Satellitenschwarms sind Landwirte mit großen Feldern, die sich einen Überblick über den Zustand ihrer Pflanzen verschaffen wollen. Dabei nutzen sie Daten von Bildern, die aus dem Licht verschiedener Wellenlängen entstehen. Chlorophyll absorbiert Licht im roten und infraroten Bereich besonders gut und reflektiert grünes Licht. Mit entsprechenden Farbfiltern lässt sich ein Index berechnen, der zeigt, auf welchen Flächen Pflanzen besser oder schlechter wachsen als erwartet. Landwirtschaftliche Unternehmen werden dann als Kunden informiert und können gezielt reagieren.

"Niemand weiß so viel über das Land wie der Landwirt selbst", sagt Schingler. "Im Lauf der Zeit können die landwirtschaftlichen Unternehmen dann aus den Daten und ihrer Erfahrung ihre eigenen Algorithmen entwickeln." Aus der Erfahrung mit ihren Feldern wissen die Landwirte meistens, woran ein schlechteres Pflanzenwachstum liegt. Das kann eine Schädlingsinvasion sein, Mangel an bestimmten Nährstoffen im Boden dieses Teil des Feldes, ein zu trockener oder überschwemmter Boden.

Planet hat Kunden auf der ganzen Welt, von Kanada bis Neuseeland, aber auch in weniger reichen Ländern wie Vietnam oder Ägypten. Der zweitgrößte Kundenstamm sind Regierungen und Behörden oder Firmen, die für diese arbeiten. Dazu gehört auch die deutsche Firma IABG, die ihrerseits Verträge mit der Bundeswehr geschlossen hat.

"Das Interessanteste ist aber, was sich gerade auf den Märkten entwickelt. Wir haben eine Reihe von Projekten mit Finanzinstituten zur Beobachtung der Wirtschaftstätigkeit", sagt Schingler. "Sagen wir, wir beobachten eine Kupfermine in der Mongolei. Wen interessiert das? Zuerst einmal die Konkurrenz, die wissen will, wie viel dort abgebaut wird. Aber auch die Regierung, Investoren oder die Weltbank, die wissen will, wie es der Wirtschaft in der Mongolei geht." Das Gleiche funktioniert nicht nur bei Kupferminen, sondern auch bei Häfen, Flughäfen, Kraftwerken oder anderer Infrastruktur, deren Aktivität von Satelliten aus beobachtet werden kann.

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 Niedrige Orbits machen kleine Satelliten möglichHöhere Auflösung soll von alten Google-Satelliten kommen 
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Nigcra 01. Dez 2018

Mir hat der Artikel auch sehr gut gefallen und alle Fragen die ich hatte wurden direkt...

Komischer_Phreak 14. Nov 2017

Wie lange Satelliten in bestimmten Höhen verweilen, ist sehr leicht nachweisbar...

LinuxMcBook 09. Nov 2017

Ich würde es eher so machen, dass ich eigene Rechenkapazität für die "Grundlast" bereit...

ElBeek 09. Nov 2017

Sehr guter Artikel!

mnementh 09. Nov 2017

Sind sie nicht. In die Berlin sind die Büros die früher zu RapidEye und dann BlackBridge...


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