CT6: Cadillac macht Tesla beim assistierten Fahren Konkurrenz

General Motors führt das Assistenzsystem Super Cruise ein, das zuerst beim Cadillac CT6 als Option angeboten wird. Mit einer Kombination aus Kameras, Sensoren und Kartendaten soll das System auf der Autobahn selbstständig fahren und überholen können, wie The Verge(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Der Fahrer muss dennoch stets eingriffsbereit sein.

Die Super-Cruise-Funktion beobachtet den Fahrer: Die Software beurteilt das Videobild einer Kamera, die den Fahrer aufnimmt, und soll erkennen, wenn dessen Aufmerksamkeit sinkt. Super Cruise weist den Fahrer dann an, seine Augen wieder auf die Straße zu richten.



Die Warnungen sind gestaffelt und beginnen mit einem Lichtsignal am Lenkrad, Indikatoren im Kombiinstrument sowie einem akustischen Hinweis. Auch ein Rütteln am Sitz soll die Aufmerksamkeit wieder auf die Straße lenken. Wenn der Fahrer dennoch nicht reagiert, stoppt das Fahrzeug. Über das Fahrerassistenzsystem Onstar versucht das Callcenter dann, zum Fahrer Kontakt aufzunehmen und im Notfall Rettungskräfte zu alarmieren.
Das Fahrzeug selbst ist nicht mit einem Lasersensor ausgestattet, um die Straße zu vermessen, sondern verlässt sich auf Kartendaten, die von einer Flotte von Lidar-ausgerüsteten Fahrzeugen erstellt wurden. Bisher wurden erst Karten in Kanada und den USA angefertigt. In Innenstädten funktioniert das System nicht.
Der Aufpreis für Super Cruise soll dem Bericht zufolge bei 2.500 US-Dollar liegen. Zudem ist ein Fahrerassistenzpaket erforderlich, das weitere 3.100 US-Dollar kosten soll.