CST-100 Starliner: Boeings Raumschiff fliegt noch später
Der Starliner fliegt immer noch nicht zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS): Der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing hat ein überarbeitetes Testprogramm für den CST-100 Starliner veröffentlicht. Danach fliegt das Raumfahrzeug in diesem Jahr nicht mehr mit Astronauten an Bord.
Nach dem neuen Plan soll die Raumfähre Crew Space Transport 100 (CST) Starliner(öffnet im neuen Fenster) Ende dieses oder erst Anfang kommenden Jahres erstmals unbemannt fliegen. Geplant war der Flug für diesen Monat. Dadurch verzögert sich auch der erste bemannte Flug zur ISS um ein gutes halbes Jahr: Statt im November wird der Starliner voraussichtlich erst Mitte 2019 Astronauten zur Raumstation bringen.
John Mulholland, Leiter des Starliner-Programms bei Boeing, habe die Verschiebung in einer Telefonkonferenz bekanntgegeben, berichten verschiedene US-Medien. Sie kommt nicht überraschend: Kürzlich war bekanntgeworden, dass es bei einem Test des Triebwerks des Rettungssystems zu einer Panne gekommen war. Das Rettungssystem soll die Kapsel in einem Notfall in Sekundenschnelle von der Atlas-5-Trägerrakete wegbringen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Boeing den Erstflug des Starliners verschiebt : Eigentlich sollte der Starliner bereits seit dem vergangenen Jahr im ISS-Einsatz sein. Die National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hatte 2014 Boeing und das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX mit der Entwicklung von Raumfähren beauftragt , die Astronauten zur ISS und wieder zurück zur Erde bringen.
Beide Unternehmen hängen jedoch dem Zeitplan hinterher – so sehr, dass die Nasa befürchtet, dass ab 2019 keine US-Astronauten mehr zur ISS fliegen können. Experten warnten zudem Ende vergangenen Jahres vor möglichen Sicherheitsmängeln an den beiden Raumfähren .
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