CSR: Ein halber Millimeter Tastatur

Genau 0,49 Millimeter ist sie dick – die Bluetooth-Tastatur von CSR(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen, das auch schon an Teilen der Bluetooth-Standards mitgearbeitet hat, stellt das neue Gerät auf der Ifa in Berlin vor.
Interessant ist aber nicht nur die Funkanbindung – sie basiert auf Bluetooth Smart(öffnet im neuen Fenster) -, sondern vor allem die Fertigung der Tastatur selbst. Deren Elektronik ist mittels eines Tintenstrahlverfahrens auf einer dünnen Kunststofffolie aufgedruckt. Die Technik dafür stammt vom Unternehmen Conductive Inkjet Technology(öffnet im neuen Fenster) .

Dabei werden nicht nur die Tasten selbst zu funktionierenden Elementen gemacht, die gesamte Folie kann wie ein Touchscreen bedient werden. Das, was bei heutigen mechanischen Tastaturen die Handballenauflagen darstellt, dient als riesiges Touchpad. Es ist nur eine Frage der Software, die Handballen von Fingern zu unterscheiden – bei Tablets mit Stiftfunktionen klappt das schließlich auch schon. Mit einem speziellen Stift soll auf den freien Bereichen der Tastatur auch handschriftliches Notieren möglich sein.



Zusammenrollen lässt sich das Tastenfeld auch, und zwar bis auf einen Durchmesser von 2,5 Zentimetern. Die Bluetooth-Elektronik und andere Elemente wie der Akku sind noch starr ausgeführt.
Da das Tastenfeld durch den Druck einfach und günstig hergestellt werden kann, sieht CSR vor allem Vorteile in der flexiblen Fertigung. Verschiedene Formfaktoren für Tablets oder Notebooks sollen sich ebenso wie exotische Tastaturlayouts günstig herstellen lassen. Eine Tastatur in Standardgröße soll 60 bis 70 US-Dollar kosten.
Bis zum Ende des Jahres 2014 will CSR das Gerät serienreif machen, ob das Unternehmen es dann auch unter eigenem Namen selbst vertreibt, gab CSR noch nicht an.



