Abo
  • IT-Karriere:

CSA-Verträge: Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

Mehreren US-Berichten zufolge hat Microsoft drastische Kürzungen bei den Kosten für den erweiterten Support von Windows XP bei Unternehmen vorgenommen. Dabei sollen unter anderem die Gesamtkosten unabhängig von der Zahl der PCs auf 250.000 US-Dollar gedeckelt worden sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Benutzeroberfläche von Windows XP
Benutzeroberfläche von Windows XP (Bild: Microsoft)

Für Unternehmen, die weiterhin Support und Sicherheitspatches für Windows XP erhalten wollen, hat Microsoft die Preise dafür stark reduziert. Dies berichtet Computerworld unter Berufung auf eigene Quellen, auch ZDnet meldet unabhängig davon drastische Kürzungen. Ein Sprecher von Microsoft bestätigte ZDnet auch, dass der "Custom-Support für große Unternehmen erschwinglicher" geworden ist. Zu den von beiden Medien angegebenen Zahlen äußert´e sich das Unternehmen jedoch nicht.

Stellenmarkt
  1. Senat der Freien und Hansestadt Hamburg Senatskanzlei, Hamburg
  2. ADAC SE, München

Vorgesehen sind die neuen Preismodelle ausdrücklich nur für Firmen mit vielen Rechnern, die noch unter Windows XP laufen. Dafür bietet Microsoft als "Custom Support Agreement" (CSA) Unternehmen Jahresverträge an, für die es nun neue Pauschalen geben soll. Computerworld gibt an, dass die Kosten pro PC weiterhin 200 US-Dollar im Jahr betragen sollen. Allerdings würden sie bei 250.000 US-Dollar gedeckelt: Wer also mehr als 1.250 XP-Rechner betreuen muss, kommt nun günstiger davon. Mindestens sind aber 150.000 US-Dollar zu bezahlen, was 750 Rechnern entspricht. Ob es auch neue Angebote für Unternehmen mit weniger als 750 XP-PCs gibt, geht aus den Berichten nicht hervor.

Die neuen CSA-Verträge gelten rückwirkend zum 8. April 2014, an diesem Tag erschienen die letzten öffentlich zugänglichen Patches für das fast zwölf Jahre alte Betriebssystem. Wenn Firmen also auch erst später ein solches Abkommen mit Microsoft schließen, erhalten sie für die Pauschale nur bis zum 8. April 2015 Unterstützung.

Computerworld beruft sich unter anderem auf Daryl Ullman, Mitbegründer des Unternehmens Emerset Consulting, das für seine Kunden Lizenzverträge mit Unternehmen wie Microsoft aushandelt. Ein Informant von ZDnet sagte dem Medium, einer seiner Kunden habe durch die neuen CSA-Verträge ein Angebot von Microsoft von zuerst 83 Millionen US-Dollar auf drei Millionen drücken können - offenbar handelte es sich dabei aber um ein anderes Modell als die Deckelung auf 250.000 US-Dollar.

Mehr Support als nur Patches kann teurer sein

Nicht bekannt ist, welche Dienstleistungen genau von dem neuen Angebot abgedeckt sind. Auch der öffentliche Support von Office 2003 wurde am 8. April eingestellt, was möglicherweise andere Serviceverträge als bei Windows XP nötig machen könnte. Zudem ist mit solchen Dienstleistungsverträgen in der Regel nicht nur die Bereitstellung von Patches, sondern auch die technische Unterstützung per Telefon, E-Mail oder auch vor Ort abgedeckt. Solche Optionen werden dann frei verhandelt.

Nicht ganz eindeutig sind die Angaben beider Medien über den Zeitpunkt, zu dem Microsoft das neue Programm aufgelegt haben soll, und über dessen Geltungsbereich. Dies ist unter anderem für das Bundesland Niedersachsen wichtig, das mit Microsoft kurz nach dem 8. April einen Supportvertrag abgeschlossen hat. Dabei wird pauschal pro Rechner bezahlt, was rund 50 Euro kosten soll. Bei 17.000 Behördenrechnern unter Windows XP müsste Niedersachsen maximal 850.000 Euro bezahlen, weit mehr als die von Computerworld angegebene Pauschale von 250.000 US-Dollar für Kunden mit mehr als 1.250 XP-PCs.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 469,00€
  3. (u. a. Grafikkarten, Monitore, Mainboards)
  4. 299,00€

__destruct() 22. Apr 2014

Für MS ist es trotzdem besser: Wenn immer weniger Leute XP nutzen, müssen sie immer...

Hotohori 22. Apr 2014

Man hat es eben 14 Jahre ignoriert und nun sind die Kosten, die eben ziemlich auf einmal...


Folgen Sie uns
       


Openbook erklärt (englisch)

Openbook ist ein neues soziales Netzwerk, das sich durch Crowdfunding finanziert hat. Golem.de hat sich mit dem Gründer Joel Hernández über das Projekt unterhalten.

Openbook erklärt (englisch) Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren US-Post testet Überlandfahrten ohne Fahrer
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  3. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus

e.Go Life: Ein Auto, das lächelt
e.Go Life
Ein Auto, das lächelt

Das Auto ist zwar klein, bringt aber sogar gestandene Rennfahrer ins Schwärmen: Das Aachener Unternehmen e.Go Mobile hat seine ersten Elektroautos ausgeliefert. In einer Probefahrt erweist sich der Kleinwagen als sehr dynamisch.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Eon-Studie Netzausbau kostet maximal 400 Euro pro Elektroauto
  2. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  3. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten

    •  /