Ethereum-Mining: Nvidias Ampere-Karten könnten Crypto-Boom auslösen
Obwohl die Geforce RTX 3080 erst ab dem 17. September 2020 erhältlich ist, scheinen in Asien erste Crypto-Mining-Betreiber bereits Benchmarks mit Nvidias Ampere-Grafikkarten vorgenommen haben. Mehrere Baidu(öffnet im neuen Fenster) - Posts(öffnet im neuen Fenster) zeigen Dutzende davon in Kartons bei chinesischen Händlern.
Eine Geforce RTX 2080 erreicht ungefähr 35 bis 40 Megahashes pro Sekunde beim Schürfen der beliebten Ethereum-Währung, eine Geforce RTX 3080 hingegen soll auf rund 115 Mh/s kommen. Zwar benötigt Letztere offiziell 320 Watt statt 225 Watt, es bleibt aber vorerst unklar, wie sehr Ethereum-Mining die Karte auslastet. In jedem Fall scheint eine Geforce RTX 3080 hinsichtlich der Schürfgeschwindigkeit und der Schürfeffizienz zu überzeugen, was sie für Ethereum-Miner und ihre Farmen interessant macht.
Vor einigen Jahren sorgte der Ethereum-Boom dafür, dass AMDs Radeon RX 480/470 und Radeon RX 580/570 über Monate hinweg extrem im Preis gestiegen waren, da sie für Mining-Systeme eingesetzt wurden. Auch Nvidia steigerte seinen Umsatz durch die Nachfrage so signifikant, dass sich nach dem Abschwung des Booms der Umsatz der Geforce-Gaming-Sparte halbierte . Hierzulande ist Ethereum-Mining aufgrund der vergleichsweisen hohen Stromkosten nur noch bedingt lukrativ, in Asien hingegen sehr.

Betreiber riesiger Mining-Farmen kaufen ihre Karten allerdings nicht beim Shop um die Ecke, sondern beziehen diese direkt von Distributoren oder gar den Herstellern selbst. Für kleinere Geschäfte und vor allem für Endkunden kann dies in einer schlechteren Verfügbarkeit oder erhöhten Preisen resultieren. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die Liefersituation der Geforce RTX 3080 in den folgenden Wochen und Monaten gestaltet. Ob die Geforce RTX 3090 und die Geforce RTX 3070 auch betroffen sein werden, ist ebenfalls noch unklar.
Nachtrag vom 9. September 2020, 14:20 Uhr
Laut Videocardz(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich nicht um Grafikkarten für Miner, sondern schlicht um Fotos von Distributoren, welche ihre Geforce RTX 3080 geliefert bekommen haben. Wir prüfen das und werden den Artikel gegebenenfalls aktualisieren.
Nachtrag vom 9. September 2020, 17:33 Uhr
Wir haben die Meldung angepasst, da sich nicht eindeutig verifizieren lässt, wer genau schlussendlich die Karten geordert hat und wie die Kartons im Zusammenhang mit den angeblichen 115 Megahashes pro Sekunde stehen.
- Anzeige Hier geht es zu Kryptowährungen - Investments in Bitcoin & Altcoins bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



