Crytek: Cryengine statt Cryengine 3 und neues Gratis-SDK
Die Cryengine 3 wurde 2009 vorgestellt und seitdem kontinuierlich erweitert. Mit dem, was Crytek nun nur noch als Cryengine bezeichnet – also ohne Versionsnummer -, gibt es also keine von Grund auf neu entwickelte Middleware. Vielmehr fasst das Unternehmen unter dem neuen Namen die bisherige Evolution zusammen, auch in Hinblick auf die neuen Konsolen.
So unterstützt die Cryengine nun auch Playstation 4 und Xbox One. Eines der ersten Next-Gen-Spiele auf Basis der Software ist Ryse: Son of Rome für die neue Microsoft-Konsole, das Crytek selbst entwickelt.
Die Umbenennung der Cryengine rechtfertigt Carl Jones von Crytek: "Seit die Cryengine 2009 vorgestellt wurde, haben wir die Engine sehr oft stark verändert und so viele neue Funktionen eingebaut, dass das nicht mehr dieselbe Engine ist." Als Beispiele nennt der Leiter des Business Development von Crytek das Beleuchtungssystem, das gegenüber der ersten Cryengine 3 vollkommen neu sein soll, sowie den Sandbox-Editor, der viel schneller und effizienter als ursprünglich arbeiten soll.
All diese Neuerungen, die bisher nur zahlenden Lizenznehmern zur Verfügung standen, will Crytek in Kürze auch für das kostenlose SDK(öffnet im neuen Fenster) der Cryengine anbieten. Damit erstellte Anwendungen können auch weitergegeben werden, aber nur, wenn das völlig ohne Gegenleistung erfolgt. Der Einsatz an Bildungseinrichtungen ist ebenfalls zulässig, laut Crytek nutzen bereits 400 Universitäten in aller Welt die Cryengine. Als "Educational SDK" hatte die freie Version der Cryengine 2009 auch ihren Anfang genommen , erst 2011 kam eine allgemeine freie Version hinzu . Im Gegensatz zur bisherigen Ausgabe soll die neue freie Cryengine sich auch offline nutzen lassen.
Im Zuge der Umstellungen bei seiner Entwicklungssoftware hat sich Crytek auch die Domain cryengine.com(öffnet im neuen Fenster) gesichert, auf der in Zukunft alle Neuerungen gezeigt werden sollen. Die Entwicklerseite crydev.net(öffnet im neuen Fenster) gibt es weiterhin, ebenso wie die bisherige Hauptanlaufstelle mycryengine.com(öffnet im neuen Fenster) . Ob das Unternehmen die Webseiten künftig zusammenlegen will, gab Crytek noch nicht bekannt.
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