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Crystal LED: Sonys MicroLED-Kacheln beleuchten Filmsets und Lobbys

CES 2021
Serien wie The Mandalorian könnten künftig mit MicroLED-Sets von Sony produziert werden. Das Unternehmen konkurriert so mit Samsung.
/ Oliver Nickel
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Sonys MicroLED-Kacheln sollen für Bürolobbys geeignet sein. (Bild: Sony)
Sonys MicroLED-Kacheln sollen für Bürolobbys geeignet sein. Bild: Sony

Zur CES 2021 präsentiert Sony ebenfalls eine modulare Leinwand aus MicroLED-Kacheln. Die Crystal-LED-Panels(öffnet im neuen Fenster) werden zu beliebig großen Displayflächen zusammengesteckt. Das Konzept erinnert an die Anfangsphase von Samsungs The Wall , das ursprünglich als MicroLED-Kino ohne dedizierten Projektor gezeigt wurde.

Sonys Crystal LED teilt sich in die C- und B-Series auf. Die Panels haben unterschiedliche Bildeigenschaften vorzuweisen und sollen so jeweils eigene Märkte ansprechen. Die C-Series wird wegen des hohen Kontrast von 1.000.000:1 und einer Helligkeit von 800 cd/m² als Anzeigetafel für Messestände oder Bürogebäude beworben.

Die B-Series leuchtet mit 1.800 cd/m² wesentlich heller und kann so etwa als dynamischer Hintergrund auf Filmsets genutzt werden. Das von den Kacheln ausgestrahlte Licht dient dabei auch als Ausleuchtungshilfe für Kulissen und Personen auf dem Set. Eine Serie, die mithilfe einer Micro-LED-Szenerie produziert wurde, ist Disneys The Mandalorian . Sonys B-Series wurde laut Hersteller in Zusammenarbeit mit Sony Pictures entwickelt. Das Studio(öffnet im neuen Fenster) ist für mehrere Hollywood-Produktionen verantwortlich.

Kacheln werden aneinandergesteckt

Unabhängig von der Variante: Das Prinzip bleibt erhalten. Einzelne MicroLED-Kacheln werden nahtlos aneinandergesteckt. Dabei werden Bildinformationen und Energie zwischen den Elementen übertragen. Sonys Lösung soll 10-Bit-HDR und eine Bildfrequenz von 120 Hz für High-Frame-Rate-Inhalte unterstützen. Auch sollen sie eine hohe Blickwinkelstabilität und gute Farbabdeckung vorweisen. Genaue Details nannte Sony nicht.

Beide Displayarten will Sony in zwei Pixeldichten herstellen – in LED-Abständen von 1,26 oder 1,58 mm. Entsprechend groß sollten so gebaute Leinwände sein, da aus kurzer Entfernung Pixel mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Der Verkaufsstart der Panels ist für den Sommer 2021 angesetzt.


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