Cryptomator: verschlüsselt und synchronisiert

Auf einem weiteren Rechner fügt man den Tresor analog zur initialen Einrichtung hinzu. Auch hier muss der Cloudspeicher eingebunden und Cryptomator installiert sein. Nach einem Klick auf Tresor hinzufügen wählt man Bestehenden Tresor hinzufügen aus und anschließend im Dateisystem der Cloud die Datei vault.cryptomator. Schon ist der Tresor hinzugefügt. Will man ihn öffnen, muss man das entsprechende Passwort eingeben. Das funktioniert sowohl unter Linux als auch unter Windows 11 problemlos.

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Ähnlich läuft die Einrichtung auch auf dem Smartphone ab. Hier müssen wir auf einem google-freien Android (Übersicht) zuerst eine Lizenz erstehen, mit der wir die Cryptomator-App nach der Installation aktivieren können. Anschließend können wir auch hier unseren Tresor hinzufügen - allerdings gibt es im Unterschied zu Dropbox, Onedrive und Co keine Schnellauswahl der Nextcloud. Entsprechend müssen wir unseren Tresor im lokalen Dateisystem suchen, wo er unter Android/Media/com.nextcloud.client/ zu finden ist, zumindest wenn die Nextcloud bereits synchronisiert wurde.

Auch hier wählen wir wieder vault.cryptomator aus und geben unser Passwort ein. Anschließend können wir auch auf dem Smartphone auf unsere Ende-zu-Ende-verschlüsselten Dateien über die Cryptomator-App zugreifen. Wer nicht jedes Mal das Passwort eingeben oder über den Passwortmanager einfügen will, kann in den Einstellungen den biometrischen Login einschalten. Dieser kann anschließend pro Tresor aktiviert werden. Die Schlüssel werden dann beispielsweise mit dem Fingerabdruck oder per Gesichtsabgleich geschützt und in einem abgesicherten Speicher des Betriebssystems - sofern vorhanden - gespeichert. Bei aktuellen Pixel-Smartphones beispielsweise durch den Titan-M2-Sicherheitschip.

Fazit: Komfortable Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die Cloud

Die Synchronisation funktioniert - abhängig von der jeweiligen Cloudanbindung - nicht besser oder schlechter als zuvor. Das ist auch kein Wunder, da sich der Cryptomator-Tresor transparent über den Cloudspeicher legt und einfach die verschlüsselten Dateien und Verzeichnisse anlegt. Für den Cloudspeicher macht es keinen Unterschied, ob die Cryptomator-App die verschlüsselten Daten in ihm ablegt oder der jeweilige Nutzer seine unverschlüsselten - mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die Nutzerdaten geheim und nicht mehr lesbar auf den Computern anderer Leute sind, die auch Cloud genannt werden.

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Dabei ist die Anwendung nicht weiter kompliziert: Statt direkt den Cloudspeicher mit den eigenen Dateien zu füttern, verwendet man einfach ein anderes, von Cryptomator angelegtes Laufwerk. Einziger Unterschied: Man muss den jeweiligen Tresor vorher öffnen, bevor man darauf zugreifen kann. Wem das zu kompliziert ist oder wer nicht jedes Mal sein Passwort eingeben mag, kann auf den mobilen Geräten den biometrischen Schutz und auf den Desktopgeräten den jeweiligen Passwortspeicher verwenden. Dann lässt sich der Tresor mit wenigen Klicks öffnen.

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Wer öfter Daten mit Kollegen, Freunden, Familie oder Beziehungspartnern austauscht, kann hierfür extra Tresore anlegen und über ein geteiltes Passwort auch hier den Cloudspeicher zu einem Relais degradieren, das verschlüsselte Dateien verteilt, die auf den jeweiligen Endgeräten mit dem entsprechenden Passwort wieder entschlüsselt werden können.

Im Alltag hat sich Cryptomator bei uns bewährt, auch wenn nach wie vor nicht alles in die Cloud kommt. Denn es bleiben die Computer anderer Leute, die zusätzlichen Strom brauchen und nicht alles wissen müssen - auch wenn es für sie nur Ende-zu-Ende-verschlüsselter Datenmüll ist.

Hinweis: Der Golem.de-Werkzeugkasten ist unser How-to-Format. Wir zeigen anhand von Tutorials und Erlebnisberichten, wie sich Hard- oder Software im Praxisalltag effektiv einsetzen lassen.

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 Cryptomator: Endlich ist unsere Cloud Ende-zu-Ende-verschlüsselt
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adr78 22. Aug 2022 / Themenstart

Ich habe Cryptomator auf Nextcloud mit mehreren Rechnern unter Windows und Linux...

goldesel 20. Aug 2022 / Themenstart

Ein guter Vergleich der verschiedenen Tools auf der Seite des GoCryptFS Projektes (mein...

berritorre 18. Aug 2022 / Themenstart

Google, MS etc sagen, dass sie deine Daten nicht anschauen. Tresorit sagt es auch...

roberto 18. Aug 2022 / Themenstart

Korrigiere: Welche Voraussetzungen muss eine Software erfüllen, um so einen Artikel zu...

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