Crypto-Mining: Nvidia nimmt 5,5-Millionen-US-Dollar-Strafe dankend an
Nvidia hat zugestimmt, eine Strafe von 5,5 Millionen US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) zu zahlen, welche die US-Börsenaufsicht SEC verhängt hat: Dieser zufolge wurden 2018 steigende Umsätze von Grafikkarten dem Gaming-Segment zugeordnet, obwohl Nvidia wusste, dass die Zahlen vielmehr dem damals boomenden Crypto-Mining geschuldet waren.
2017 und 2018 hatte Nvidia mehrmals Rekorde vermeldet – Ende Januar 2019 aber folgte eine Umsatzwarnung, denn: Im vierten Quartal 2018 halbierte sich der Gewinn, weil die Gaming-Sparte von 1,74 Milliarden US-Dollar auf 954 Millionen US-Dollar einbrach. Eine Anfang 2019 durch Investoren eingereichte Sammelklage gewann Nvidia, schlicht weil das Gericht die vorgetragenen Vorwürfe als nicht belegbar ansah.
Zwischenzeitlich veröffentlichte Nvidia mit den CMPs (Cryptocurrency Mining Processors) spezielle Modelle für das Schürfen von Währungen wie Ethereum, deren Absätze blieben jedoch durchweg weit hinter denen der Gaming-Sparte. Ungeachtet dessen konnte Nvidia die Nachfrage nicht richtig einschätzen und musste die Zahlen nach oben korrigieren; alleine Hut8 kaufte CMP-HX-Karten für 30 Millionen US-Dollar.
Strafe fällt verglichen zum Umsatz winzig aus
Angesichts von 5,513 Milliarden US-Dollar der Gaming-Sparte für das komplette Jahr 2018 sind die 5,5 Millionen US-Dollar Strafe für Nvidia eine günstige Möglichkeit, die US-Börsenaufsicht daran zu hindern, weitere Schritte zu unternehmen. Nvidia zahlt, ohne die Vorwürfe zu bestätigen oder zu dementieren. Die überarbeiteten Geforce RTX 3000 mit Mining-Drossel alias LHR (Lite Hash Rate) erschienen erst im Mai 2021, die Bremse wurde jedoch kürzlich vollständig(öffnet im neuen Fenster) ausgehebelt und die Hashrate damit verdoppelt.
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