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Cryorig Taku im Test: Der Alu-Desktop mit dem Holzbein

Ein Mini-ITX-Gehäuse mit Bildschirm oben drauf und Maus samt Tastatur darunter: Das Cryorig Taku sieht zwar auf dem Schreibtisch hübsch aus, allerdings sind nicht alle Komponenten so wie vom Hersteller vorgesehen einbaubar.

Ein Test von veröffentlicht am
Cryorig Taku
Cryorig Taku (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wenn wir heute von einem Desktop-Rechner sprechen, ist meist ein PC gemeint. Die ursprüngliche Bedeutung aber bezeichnet ein flaches Gehäuse, das auf dem Tisch steht, eben Desktop. Genau ein solches ist das Cryorig Taku - und noch dazu ein ungewöhnliches mit Holzfüßen. Wir finden die Idee gut und sind von der Verarbeitung angetan. Im Detail offenbaren sich aber Schwächen bei der Umsetzung und wir können nicht alle Komponenten unterbringen. Dafür spart das System etwas Platz auf dem Tisch und ist ergonomisch.

Inhalt:
  1. Cryorig Taku im Test: Der Alu-Desktop mit dem Holzbein
  2. Drücken, schieben, schrauben
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Cryorig hat bisher primär Lüfter und Kühler entwickelt - das Team besteht unter anderem aus ehemaligen Mitarbeitern von Prolimatech sowie Thermalright. Mit dem Taku hat der Hersteller über zwei Jahre an einem Gehäuse gearbeitet und dafür auch eine Kickstarter-Kampagne genutzt. Damit erzielte Cryorig zwar nur die Hälfte der gewünschten 100.000 US-Dollar Finanzierungsziel, dennoch hat mittlerweile die Serienproduktion begonnen und das Taku wird als Nischenprodukt verkauft.

Die Idee eines flachen Desktops mit dedizierter Grafikkarte im stabilen Aluminium- oder Stahlgehäuse ist nicht neu, es gibt ein paar grundsätzlich ähnliche Umsetzungen wie das Zaber Sentry. Das Material anderer Modelle, etwa das Fractal Design Node 202 oder das Silverstone Raven, ist eher nicht dafür ausgelegt, ein Display auf sie zu stellen. Und alle haben keine Holzfüße, um Maus und Tastatur unter das Gehäuse zu schieben.

Für das Taku hat sich Cryorig mit Lian Li zusammengetan, einem der bekanntesten Fertiger für Aluminiumgehäuse. Das Taku ist dann auch wie erwartet sehr gut verarbeitet. Es misst 570 x 310 x 142 mm, wobei 65 mm auf die Eichenholzfüße entfallen. Das eigentliche System steckt in einer Schublade, die sich mit leichtem Druck auf die seitlichen Leisten entnehmen lässt. Gedacht ist das Taku für Mini-ITX-Hauptplatinen, ein SFL- oder SFX-L-Netzteil, eine dedizierte Grafikkarte, eine 3,5-Zoll-Festplatte und zwei 3,5-Zoll-SSDs. Cryorig hat einen 92-mm-Lüfter vorinstalliert, der aber nicht notwendig gewesen wäre.

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Das Taku hat rechts außen eine I/O-Blende mit zwei USB-3.0-Typ-A-Ports und zwei 3,5-mm-Klinkenanschlüsse. Grundsätzlich steht einem späteren Austausch gegen eine Variante mit USB-C nichts im Weg, da der Anschlussblock modular ausgelegt ist. Links und rechts an der Oberseite befinden sich kleine Schlitze. Die sind dazu gedacht, ein USB-Kabel von der Mainboard-I/O-Blende nach vorne zu legen, um so das Smartphone zu laden. Dummerweise fehlt eine Führung im Inneren. Das Gehäuse soll Monitore bis 15 kg tragen.

  • Cryorig Taku (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unser Testaufbau für das Gehäuse (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Taku mit allen Komponenten, der HDD-Käfig ist aber leer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir nutzen eine Mini-ITX-Platine mit Ryzen 5 1600X. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Grafikkarte wird per 90-Grad-Riser angeschlossen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die untere SSD passt nur, wenn wir sie auf den Kopf drehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die HDD wie in der Anleitung zu montieren ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... klappt aufgrund des Stromsteckers nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir müssen sie nach oben versetzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Cryorig Taku (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir haben uns als Mainboard für das B350I Pro AC von MSI entschieden und darauf einen Ryzen 5 1600X (Test) mit einer thermischen Verlustleistung von 95 Watt gepackt. Als Netzteil kommt das SF450 von Corsair zum Einsatz, eines der momentan besten SFX-Modelle am Markt, und eine Radeon RX 480 im Referenzdesign rundet das System ab. Weil die Kabel der meisten kleinen Netzteile wohl zu kurz sind, legt Cryorig eine ATX- und eine 8-Pin-Verlängerung bei, die wir beide auch zwingend für den Zusammenbau verwenden mussten.

Ursprünglich wollten wir das Taku wie in der Anleitung beschrieben mit einer HDD und zwei SSDs bestücken, sind damit aber gescheitert. Auch nach Rücksprache mit Cryorig in Taiwan und dem Austausch einiger Fotos konnten wir nicht alle Komponenten unterbringen: Es mangelt an Zubehör und einige Abstände sind einfach zu knapp.

Drücken, schieben, schrauben 
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mr.r 19. Mär 2018

Also wenn ich den Horizont betrachte dann schaue ich tendenziell eher nach unten als nach...

most 19. Mär 2018

Um die Temperaturen niedrig zu halten bzw. das Lüftergeräusch zu minimieren. Wenn man in...

Tet 16. Mär 2018

Anderes Gehäuse und als Zweitrechner nutzen.

Trockenobst 16. Mär 2018

Das wirst du aber nie hinbekommen, wenn du nicht bereit bist einen drei Millimeter Alu...

forenuser 16. Mär 2018

Mit einem Hammer musste ich meinen Acorn A5000 zwar nie bearbeiten, aber einen 20Kg...


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