Crush: Apple entschuldigt sich für Werbespot

Der Werbespot mit dem Titel Crush betont die Flachheit des neuen Apple-Tablets als das dünnste Produkt in der Geschichte des Unternehmens. Eine tiefere Bedeutung der Bildsprache übersah Apple dabei offenbar – und entschuldigte sich nach teils wütenden Reaktionen in den sozialen Medien nun.
In dem Spot zeigt Apple kreative Werkzeuge wie ein Klavier, eine Gitarre, eine Trompete, Kameraobjektive, Farbeimer und Malutensilien, aber auch Plattenspieler und einen Arcade-Spielautomaten. Diese werden von einer Industriepresse zu einem iPad Pro zusammengequetscht.
Der Schauspieler Hugh Grant(öffnet im neuen Fenster) nannte dies die "Zerstörung der menschlichen Erfahrung. Mit freundlicher Genehmigung von Silicon Valley." Regisseur Reed Morano(öffnet im neuen Fenster) sagte an Unternehmenschef Tim Cook adressiert, er solle "den Raum lesen" und nannte den Spot "psychotisch" . Spieleentwickler Tyler Glaiel(öffnet im neuen Fenster) merkte an, dass man trotz aller Möglichkeiten noch immer keine iPad-Apps auf einem iPad entwickeln könne.
"Unser Ziel ist es, die unzähligen Möglichkeiten zu würdigen, mit denen Nutzer sich selbst ausdrücken und ihre Ideen mit dem iPad zum Leben erwecken" , erklärte Apples Marketing-Vizepräsident Tor Myhren Ad Age(öffnet im neuen Fenster) . "Mit diesem Video haben wir das Ziel verfehlt, und das tut uns leid." Apple wolle den Spot nicht mehr im Fernsehen ausstrahlen.
Das Video wurde am 7. Mai nach Apples Präsentation seiner neuen iPad-Produktreihe auf Youtube veröffentlicht und erzielte bis heute rund 1,3 Millionen Abrufe. Ein Post von Apple-CEO Cook auf X(öffnet im neuen Fenster) mit dem Spot wurde laut den Metriken der Plattform mehr als 55 Millionen mal gesehen.
Backlash erinnert an Ablehnung von KI
Der Backlash ähnelt der Reaktion auf die Verbreitung von KI-Kunst mit Bildgeneratoren Ende 2022(öffnet im neuen Fenster) . Die Nutzung ist umstritten, da die Modelle mit urheberrechtlich geschütztem Material trainiert wurden .
Auch Apple setzt in seinen neuen Produkten auf künstliche Intelligenz. Die Musikproduktionssoftware Logic Pro kann Instrumentalspuren trennen und eigene erstellen . Die Videoschnittsoftware Final Cut Pro soll das Bild optimieren und Zeitlupeneffekte erzeugen können .