Cruise: Robotaxis brauchten alle paar Kilometer menschliche Hilfe
Der Anbieter von fahrerlosen Taxis Cruise, ein Tochterunternehmen von GM, hat bestätigt, dass menschliche Remote-Supervisoren den Robotaxis in regelmäßigen Abständen geholfen haben. Durchschnittlich alle vier bis fünf Meilen (6,5 bis acht Kilometer) gab es Hinweise und Hilfestellungen von menschlichen Assistenten, die die Bewegungen der Fahrzeuge überwachten. Das berichtet CNBC(öffnet im neuen Fenster).
Die Assistenz soll in Fahrwegberechnungen oder auch der Bestimmung von über die Kameras aufgezeichneten Objekten oder Personen bestanden haben. Cruise zufolge übernahmen die Assistenten dabei nicht die Steuerung der Fahrzeuge. Diese verblieb gesamte Zeit bei den Robotaxis. Die New York Times(öffnet im neuen Fenster) berichtete zunächst, dass die menschlichen Supervisoren alle 2,5 bis fünf Meilen (vier bis acht Kilometer) eingreifen müssten.
Cruise zufolge war ein menschlicher Assistent für 15 bis 20 fahrerlose Wagen verantwortlich. In 98 Prozent der Fälle wurden Anfragen innerhalb von drei Sekunden beantwortet. Die Assistenz aus der Ferne soll Cruise zufolge in zwei bis vier Prozent der Zeit erfolgt sein, in der ein Fahrzeug auf der Straße war.
Unfall führte zu Verbot der fahrerlosen Fahrten
Die Informationen kommen im Nachgang zu einem Unfall am 2. Oktober 2023 zutage, bei dem ein Cruise-Fahrzeug eine Person über sechs Meter mitschleifte. Die Person wurde von einem anderen Auto (mit menschlichem Fahrer) erfasst und vor das Robotaxi geschleudert. Das Cruise-Fahrzeug bremste zunächst, versuchte dann aber auszuweichen und erfasste dabei die Person.
Infolge des Unfalls widerrief die kalifornische Straßenverkehrsbehörde die unter Protest der Stadt San Francisco vergebene Lizenz für den Betrieb fahrerloser Taxis. Cruise darf seitdem nur noch autonome Taxis mit menschlichem Fahrer als Absicherung anbieten.
Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, inwieweit menschliche Supervisoren in den Unfall vom 2. Oktober involviert waren. Der Fall werde in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen untersucht, hieß es.
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