Crucible angespielt: Amazons erstes Actionspiel ist erstaunlich fordernd

Am 20. Mai 2020 erscheint kostenlos Crucible - das erste PC-Actionspiel der Amazon Game Studios. Golem.de konnte es vorab ausprobieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Crucible
Artwork von Crucible (Bild: Amazon Game Studios)

Wenn Amazon ein Actionspiel veröffentlicht, richtet es sich an Casualgamer und ist besonders unkompliziert - sollte man meinen. Tatsächlich hat sich das ab dem 20. Mai 2020 als kostenloser Download verfügbare Crucible beim Anspielen zusammen mit den Entwicklern als fast gar nicht massenkompatibel entpuppt. Im Gegenteil: Der Titel ist so sperrig, dass wir ganz schön geflucht haben!

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Grundsätzlich: Ähnlich wie in Overwatch und dem noch nicht veröffentlichten Valorant treten wir mit einer von zehn Heldenklassen an - in Crucible heißen die Hunter. Jede Figur hat bestimmte Spezialfähigkeiten. Das niedliche Katzenwesen Tosca etwa feuert säurehaltigen Kugeln ab und kann sich mit einem aufladbaren Teleporttrick ein paar Meter nach vorne beamen und so Feinden entkommen oder die Gegnerschar überraschen.

Der gelbe Gärtnereiroboter Bugg wiederum kann Pflanzen unter den Opponenten wachsen lassen, so dass die Gegner ausgebremst werden, während die muskelbepackte Menschenfrau Summer über schweres Geschütz wie einen Flammenwerfer verfügt und damit vor allem für Kämpfe auf mittlere und große Distanz gedacht ist.

Übrigens sind in Crucible auch die Bewegungen der Hunter leicht unterschiedlich. Wir sind eine Zeit lang als Katze Tosca angetreten - die nicht sanft rennt, sondern auch beim normalen Laufen eher hoppelt. Wir haben es gehasst! Die anderen Helden haben zum Glück keinen vergleichbar nervigen Bewegungsstil.

Drei Spielmodi zum Start

Crucible bietet drei Modi: Einer heißt Herzstück der Schwärme, darin treten zwei Teams mit jeweils vier Spielern gegen Boss-Hives an. Jeder Schwarm enthält ein Herz und das erste Team, das sich drei Herzen erkämpft, gewinnt das Match. Der zweite Modus heißt Alphajäger. Dabei kämpfen acht Teams aus jeweils zwei Spielern darum, das Gefecht als Einzige zu überleben.

Der dritte Modus von Crucible heißt Erntemaschinenkommando. Darin treten zwei Teams mit jeweils acht Spielern an, um die auf der Karte verteilten Erntemaschinen einzunehmen und zu halten. Dadurch übernehmen sie die Kontrolle über die Essenz. Das sind große blaue Energieklumpen, die man sammeln muss. Das Team, das es schafft, die Ressourcen des anderen Teams zu leeren, gewinnt.

Es gibt eine Reihe von Besonderheiten, die taktisches Vorgehen fördern. So gibt es neben den Standard-Erntemaschinen auch solche, die etwa unsere Regeneration verbessern oder andere Buffs bieten.

Herzstück der Schwärme und Alphajäger sind sehr wettbewerbsorientiert, Erntemaschinenkommando ist vor allem zum Üben und zum entspannten Spaßhaben gedacht. In allen ist taktisches Vorgehen enorm hilfreich - zumindest wir hatten den Eindruck, dass gut kooperierende Teams sich sehr viel leichter tun als Gruppen aus Einzelkämpfern.

Das liegt auch daran, dass schnelle Reflexe im Vergleich mit Valorant und ähnlichen Titeln deutlich weniger wichtig sind. Sowohl die menschlichen Spieler als auch die computergesteuerten Monster vertragen relativ viele Treffer. Und auch wir selbst stecken Einiges an Kugeln ein, bevor wir ins virtuelle Gras beißen. Nervig: Wenn wir doch mal sterben, müssen wir nach dem Respawn oftmals lange Wege zurücklegen, um wieder zum Team zu gelangen.

In allen Modi kämpfen wir auf der gleichen Karte. Uns ist das beim Anspielen erst nach einer Stunde klar geworden, weil die Map sehr groß ist und die Abschnitte sehr unterschiedlich aussehen. Es gibt sanfte Grashügel, Felsen und Lavaabschnitte. Im Großen und Ganzen sehen die Umgebungen wirklich gut aus - aber Einsteiger werden sich zumindest anfangs schwer mit der Orientierung tun.

Systemanforderungen von Crucible

Crucible basiert auf der Lumberyard-Engine - einem vollständig Amazon gehörenden Fork der Cryengine. Den Netzwerk-Code hat das (ebenfalls Amazon gehörende) Entwicklerstudio Relentless selbst programmiert; das Spiel setzt vollständig auf dedizierte Server.

Die Systemanforderungen sind moderat. Mindestens nötig ist ein Rechner mit Intel i5-3570 oder AMD FX-6300 (Empfohlen: Intel i5-6500 oder AMD Ryzen 3 2200G). Als GPU muss eine Nvidia Geforce GTX 660 oder eine ATI Radeon HD 6950 (Empfohlen: GTX 1060 oder ATI Radeon RX 570) vorhanden sein, dazu 6 GByte RAM (Empfohlen: 8 GByte). Auf der Festplatte oder SSD belegt der Client rund 15 GByte, als Betriebssystem muss Windows 7 (64-Bit) oder neuer verfügbar sein.

Crucible erscheint am 20. Mai 2020 als kostenloser Download über Steam. Kosmetische Extras kosten Geld, die entsprechenden Menüs waren in unserer Version noch nicht einsehbar. Wir wissen nicht, ob es irgendwann auch Konsolenversionen geben soll.

Nachtrag vom 20. Mai 2020, 23:05 Uhr

Crucible ist über Steam für alle PC-Spieler als kostenloser Download erhältlich.

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7of9 22. Mai 2020

Habe crucible jetzt mal angezockt und ich finde es ziemlich gut. 10000x besser als Overwatch.

Sharra 21. Mai 2020

Richtig. Es gibt auch Firmen, die ihre Kunden mit f2p nicht zwangsweise melken, weil...

LoLWildRiftDE 20. Mai 2020

Ja, wir haben versucht es schön zu formulieren :P ____________________________ crucible...


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