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Crucial X8 im Test: Die mit dem großen Cache schreibt

Externe SSDs mit USB 3.2 Gen2 sind selten, die Crucial X8 ist eine davon: Der Hersteller verbaut zwar 4-Bit-Flash-Speicher, dank riesigem Schreibpuffer leistet die SSD dennoch viel - gerade angesichts des Preises.

Ein Test von veröffentlicht am
Crucial X8
Crucial X8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Aktuelle Ultrabooks und HEDT-Systeme für AMDs Threadripper v3 oder Intels Core i9 haben einen passenden Anschluss: Die Rede ist von USB 3.2 Gen2 mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10 GBit/s. Passende externe SSDs gibt es wenige am Markt, wir haben bisher nur die Adata SE800 und eine DIY-Version getestet. Mit der X8 bereichert Crucial das Segment um ein weiteres Modell und verfolgt dabei einen cleveren Ansatz.

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Die X8 basiert auf einem 128 x 93 x 24 mm messenden Gehäuse, was spürbar größer ist als das der Adata SE800. Crucial legt ein USB-C-Kabel und einen Adapter auf USB-A bei. Im Inneren der externen SSD stecken zwei Platinen anstelle einer, weil Crucial anders als Adata auf vorhandene Hardware setzt statt ein eigenes Design rein für die X8 zu entwerfen: Im metallenen Korpus befindet sich eine M.2-2280-SSD, daran angeschlossen ist eine Adapterplatine mit Bridge-Chip von NVMe auf USB.

Ein Blick auf die 2280-Platine zeigt, dass Crucial einen SM2263EN-Controller von Silicon Motion verbaut, welcher mit DRAM und Flash-Speicher des Mutterkonzerns Micron verbunden ist. Beim NAND handelt es sich um den aktuellen QLC-Speicher, also 64 Lagen aus 4-Bit-Zellen. Diese Hardware-Kombination kennen wir von der Crucial P1, für die Crucial X8 hat der Hersteller jedoch die Firmware etwas anders ausgelegt.

  • Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Benchmark der Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Benchmark der Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Benchmark der Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Benchmark der Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Crucial X8 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

QLC-Speicher weist 16 Ladungszustände auf, weshalb Schreibvorgänge vergleichsweise lange dauern. Aus diesem Grund wird ein SLC-Puffer verwendet, Daten werden also mit einem Bit statt mit vier Bit geschrieben und die Informationen in Ruhepausen vom Write-Cache in freien QLC-Zellen gesichert. Bei der Crucial P1 mit 1 TByte fasst der SLC-Puffer wenigstens 12 GByte bis dynamisch 150 GByte je nach Füllstand, bei der Crucial X8 hingegen hat ihn der Hersteller mit bis zu 180 GByte im Leerzustand großzügiger ausgelegt. Die SSD wurde per ExFAT vorformatiert, ist somit unter gängigen (Betriebs)systemen sofort einsatzbereit.

Wir messen eine Lese- und eine Schreibrate von 1.010 MByte/s, was ein bisschen höher ist als bei der Adata SE800 mit 985 MByte/s. Zur Einordnung: Theoretisch schafft USB 3.2 Gen bis zu 1,25 GByte/s. In der Praxis beschränkt nicht der ASM2362-Bridge-Chip von Asmedia die Leistung, denn er unterstützt zwei PCIe-Gen3-Lanes, sondern das USB-Interface abzüglich Overhead. Um den SLC-Puffer auszureizen, müssen wir mehrere große Steam-Spiele-Ordner auf die Crucial X8 kopieren, dann sinkt die Schreibrate von gut 600 MByte/s auf 90 MByte/s.

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Crucial verkauft die X8 für 135 Euro (500 GByte) und für 185 Euro (1 TByte), womit sie ein bisschen teurer ist als die schon länger verfügbare Adata SE800. Die exzellente Performance und vor allem der große Schreibpuffer machen die Crucial X8 empfehlenswert, wenn es nicht die kompakteste externe USB-3.2-Gen2-SSD am Markt sein muss.

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Arsenal 10. Jan 2020

Also kein wirklicher Vorteil. Danke.

Vögelchen 30. Dez 2019

Das hat nichts mit Qualität zu tun, das ist einfach die ekligere Technik.

ms (Golem.de) 30. Dez 2019

Das mögen kleinere (asiatische) SSD oder NVMe-Gehäuse gewesen sein, hast du Beispiele?


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