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Crucial T705 im Test: Crucials Turbo-SSD reizt PCIe-5.0 voll aus

Während PCI-Express-5.0 gerade erst im Mainstream ankommt, hat die erste SSD schon das Limit der Schnittstelle erreicht. Einen Kritikpunkt übernimmt sie aber vom Vorgängermodell.

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Super schnell und super hungrig. Bei der Geschwindigkeit ist die Crucial T705 erneut spitze, Stromsparen muss sie aber noch lernen. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)

Crucial hat heute die T705 PCI-Express-5.0-SSD vorgestellt, die mit einer Datenübertragungsrate von 14.500 Mbyte/s beim sequenziellen Lesen sowie 12.700 Mbyte/s beim Schreiben schon auf den ersten Blick ein gutes Stück schneller ist als Crucials erste PCIe-5.0-SSD, die T700. Dafür sind einige Detailverbesserungen verantwortlich, die sich auch an anderen Punkten bemerkbar machen.

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Die T705 setzt auf eine Kombination aus dem Phison E26 Controller (PS5026) und 232-Layer-3D-NAND-Flash mit 2,4 Gbit/s. Diese Paarung hatte Crucial auch schon bei der T700 erfolgreich eingesetzt. Die Verbesserungen bei der Implementation sind offenbar zahlreich genug, um eine Namensänderung zu rechtfertigen.

Erneut gibt es die SSD in drei Kapazitäten von 1 TB, 2 TB und 4 TB, jeweils wahlweise mit großem Kühlkörper für Mainboards ohne integrierten SSD-Kühler, oder ohne Kühler für die Installation in Mainboards oder mit SSD-Kühlern aus dem Zubehörhandel. Ganz ohne Kühlung können die SSDs nicht eingesetzt werden, wie auch unser Test bestätigt.

Hitze bleibt ein Thema bei Gen5-SSDs

Ab einer Temperatur von 81 Grad Celsius fängt das adaptive Hitzemanagement der SSD an, das Laufwerk zu drosseln. Reicht das nicht, schaltet die SSD bei 90 Grad sicherheitshalber ab. Das verhindert zwar Datenverlust durch Überhitzung, sorgt in diesem Moment aber für einen Absturz des Systems, falls die SSD das Betriebssystem oder geöffnete Programme beherbergt.

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Die T705 reizt die Geschwindigkeit der PCI-Express-Schnittstelle beim Lesen vollständig aus. (Quelle: Golem.de) [1/2]

Allerdings machte bereits das Vorgängermodell, die Crucial T700, keine schlechte Figur. (Quelle: Golem.de) [2/2]

Im Vergleich zur T700 hat Crucial aber bei gleicher Leistungsaufnahme mehr herausgeholt. Um das festzustellen, haben wir unsere bewährte Messmethodik aus unserem vergangenen Test zur Leistungsaufnahme von SSDs genutzt. Per Nvidia PCAT testen wir die Leistungsaufnahme der Crucial T705 und können sie den vorherigen Werten anderer SSDs gegenüberstellen.

Die Performance der SSD konnte Crucial in mehreren Punkten steigern. Nicht nur die sequenzielle Übertragungsrate steigt, auch beim Kopiervorgang mit echten Daten ist die SSD schneller. An die Werksangaben von 8 bis 20 Prozent kommt Crucial allerdings nicht immer heran, teilweise liegt die T705 sogar hinter ihrem Vorgängermodell. Bei der sequenziellen Lesegeschwindigkeit ist die T705 derweil am Rande des Machbaren für eine PCI-Express-5.0-SSD.

Beim Kopieren von echten Ordnern bremst Windows 11 die SSDs aus. Höhere Schreibgeschwindigkeiten als 4 GByte/s sehen wir nie. Zwar sind PCIe-5.0-SSDs schneller, der Vorsprung ist aber nicht besonders groß. (Quelle: Golem.de) [1/3]

Auch beim größeren Baldurs Gate 3 sind die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den SSDs überschaubar. (Quelle: Golem.de) [2/3]

Erst bei großen Datenmengen zeigt sich, dass Crucials TLC-NAND langfristig leistungsfähiger ist. Während die Solidigm-SSD mit noch mit dem SLC-Cache kämpft, sind die T700 und T705 schon fertig. (Quelle: Golem.de) [3/3]

Bei echten Szenarien zeigt sich, wie akademisch der Vergleich bei so schnellen SSDs derzeit ist. Unser 79 GByte großer World-of-Warcraft-Ordner mit 7.440 Dateien ist in 32 Sekunden auf eine Crucial T705 geschrieben, Quelle war in diesem Fall ein Raid-0 aus zwei Crucial-T700-SSDs. Der Spielordner von Baldurs Gate 3 ist 140 GByte groß, verteilt auf 404 Dateien und ist in 42 Sekunden kopiert.

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