Stromsparfunktionen könnten für Abkühlung sorgen
Leider konnte Crucial im Rahmen der Optimierungen offenbar nicht tiefer in das Energiemanagement des Controllers eingreifen, oder aber dem Chip fehlt die notwendige Funktionalität. In unserem Test zur Wärmeentwicklung von PCIe-5.0-SSDs haben wir festgestellt, dass SSDs gängige Stromsparfunktionen wie die Reduzierung der Geschwindigkeit (Link-Speed) oder Lane-Dropping nicht nutzen.
Das ist erneut auch bei der Crucial T705 der Fall, wobei die SSD trotzdem sparsamer geworden ist. Wir messen 57 Grad Celsius im offenen Aufbau. Eine Solidigm P44 Pro kommt dank ihrer geringeren Leistungsaufnahme komplett ohne Kühlkörper nur auf 49 Grad. Wohlgemerkt, während beide SSDs keinerlei Lese- oder Schreibzugriffe verarbeiten müssen.
Unter starker Belastung erreichen fast alle SSDs früher oder später ihre Maximaltemperatur und drosseln die Leistung, so auch die Crucial T705, sofern kein Luftstrom für zusätzliche Kühlung sorgt. Dabei haben Crucial Optimierungen bei der Firmware durchaus Erfolg. Statt 3,5 Watt braucht die SSD bei voller Geschwindigkeit nur noch 2,8 Watt im Ruhezustand, unter Belastung sind es nun 11,8 statt 12,5.
Ganz reibungslos verlief unser Test allerdings nicht. Bei unseren Kopier-Tests fiel uns auf, dass die SSD auch nach längerer Erholung manchmal deutlich länger für den gleichen Kopiervorgang braucht. Das lässt sich auch in Crystal-Diskmark reproduzieren, wenn wir die Tests mit einer Datenmenge von 8 GByte mehrfach laufen lassen. In einigen Fällen erreicht die SSD dabei die Werksangaben, manchmal scheint es allerdings ein Problem zu geben. Die Folge ist dann eine reduzierte Schreibgeschwindigkeit, während beim Lesen alles in Ordnung zu sein scheint.
Weitere Sparmaßnahmen könnten Kühler optional machen
Das Erreichen der Maximaltemperatur könnte der Hersteller aber hinauszögern, wenn das Laufwerk im Ruhezustand stärker abkühlen könnte. Aus unserer Sicht sollten Hersteller von schnellen SSDs alle Sparfunktionen ausschöpfen, was bei den von uns vorgeschlagenen Maßnahmen möglicherweise sogar per Firmware-Update möglich wäre.
Die Crucial T705 soll in den nächsten Tagen bei den Fachhändlern zu einem Preis ab 225 Euro für 1 TB, 425 Euro für 2 TB und 760 Euro für 4 TB erhältlich sein. Mit integriertem Kühlkörper kosten die SSDs jeweils 20 Euro mehr. Trotz höherer Leistung wird PCI-Express-5.0 damit leider noch nicht zum Schnäppchen, wohl aber zur bisher schnellsten High-End-SSD.
Zusätzlich zu den bisherigen Modellen bietet Crucial die T705 in der 2-TB-Version auch als Limited-Edition mit einem weißen Kühlkörper für knapp 500 Euro an. Besitzer einer Sony PS5 müssen allerdings auf den Kühlkörper verzichten, anders als in High-End-PCs wird er dort allerdings auch nicht benötigt.
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| Crucial T705 im Test: Crucials Turbo-SSD reizt PCIe-5.0 voll aus |
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+1 von mir. Synthetische Benchmarks sind notwendig, aber nicht hinreichend. Solche...
Und wer will sowas für den "Zu Hause gebrauch" ausnutzen? Ich finde ja inzwischen, das...
Nachdem der Crucial Shop das noch nicht her gibt, wäre ein Blick in den SMART zwecks TBW...
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