Crucial P5: NVMe-SSD schafft 3,4 GByte/s

Die Micron-Tochter Crucial hat die P5(öffnet im neuen Fenster) genannte NVMe-SSD vorgestellt, ein flottes M.2-2280-Modell mit PCIe-Gen3-Unterstützung. Der Hersteller verwendet einen selbst entwickelten Controller und nutzt den eigenen Flash-Speicher mit drei Bit pro Zelle (Triple Level Cell). Die SSD schafft bis zu 3,4 GByte/s lesend und bis zu 3 GByte/s schreibend; das kleinste Modell schafft allerdings nur eine deutlich niedrigere Schreibrate von 1,4 GByte/s.
Anders als die langsamere Crucial P2 mit Phison-E13T-Controller weist die Crucial P5 eine Hardware-Verschlüsselung auf. Die NVMe-SSD soll mit einer Kapazität von 250 GByte über 500 GByte und 1 TByte bis 2 TByte angeboten werden, bisher liegen weder aber weder Preise noch eine Verfügbarkeit für die einzelnen Modelle vor. Crucial gibt fünf Jahre Garantie auf die P5-SSD.
Ursprünglich wollte Crucial mit der Ballistix TX3 schon 2016 eine NVMe-SSD mit PCIe Gen3 x4 in den Handel bringen, geplant war der Einsatz eines SMI-Controllers (Silicon Motion SM226) und des eigenen NAND-Flash-Speicher mit zwei Bit pro Zelle (MLC, Multi Level Cell). Ein Vorabmodell mit 256 GByte Kapazität erreichte 2,4 GByte/s lesen und 800 MByte/s schreibend. Zumindest Letzteres war schon damals langsamer als bei einer Samsung 950 Pro/Evo. Crucial entschied sich am Ende dazu, die Entwicklung der TX3 einzustellen und die SSD nicht zu veröffentlichen.

Mit PCIe Gen3 x4 und bis zu 3,5 GByte/s lesend ist die nun vorstellte Crucial P5 zudem kein Highend-Modell, sondern nur Oberklasse. Diverse Hersteller bieten bereits NMVe-SSDs mit PCIe Gen4 x4 an, die auf einem Phison-E16 -Controller basieren. Hier werden bis zu 5 GByte/s Leserate und bis zu 4,5 GByte/s schreibend erreicht. Seitens Samsung ist die 980 Pro mit bis zu 6,5 GByte/s lesend und bis zu 5 GByte/s schreibend geplant.