Crucial MX500 mit 4 TByte im Test: Alter Name, neue Teile, weniger Empfehlung

Die MX500 ist ein SSD-Klassiker, den Crucial für das 4-TByte-Modell komplett umgebaut hat. Uns gefallen jedoch nicht alle Änderungen.

Ein Test von veröffentlicht am
Crucial MX500 mit 4 TByte im Test
Crucial MX500 mit 4 TByte im Test (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Seit Crucial die MX500 vor fast vier Jahren vorgestellt hat, erfreut sich die SSD großer Beliebtheit: Dank 2,5-Zoll-Gehäuse samt Sata-Anschluss und hoher Leistung bei gutem Preis gehört sie bis heute zu den Verkaufsschlagern bei den SSDs.

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Das neue 4-TByte-Modell soll diesen Trend fortsetzen, allerdings nutzt Crucial die Kapazitätssteigerung auch zur Kostenreduktion. Das bedeutet eine günstigere Produktion, zugleich kann die SSD zu einem vergleichsweise niedrigen Preis angeboten werden. Die Leistung wird jedoch ebenfalls beeinflusst, wie unser Test zeigt.

Bei der ursprünglichen MX500 (M3CR010 bis M3CR023 aka Gen1) setzte Crucial auf den SM2258-Controller von Silicon Motion samt 1 GByte DDR3, dazu wurde der eigene Flash-Speicher mit 64 Schichten und drei Bit pro Zelle (TLC) verbaut. Weil die nur 256 GBit fassen und relativ dick sind, gab es davon nur zwei pro Package, aber gleich 16 Chipgehäuse beim 1-TByte-Modell.

DRAM-Cache fast nur 1/8 pro TByte

Weil diese Technik längst veraltet ist, hatte Crucial die MX500 als Gen2 auf neuere Hardware aktualisiert: Die M3CR032/M3CR033-Versionen verwendet den leicht veränderten SM2259-Controller, weiterhin 1 GByte DRAM und neueren TLC-Flash-Speicher, genauer mit 96 Schichten und 512 GBit. Statt 16 Packages waren es nur noch vier, ergo mit vier Dies pro Chipgehäuse, um auf 1 TByte zu kommen.

  • Die Platine der MX500 ist winzig ... (Bild: Golem.de)
  • ... da Crucial nur vier Packages, einen DRAM-Baustein und den Controller verlötet. (Bild: Golem.de)
  • Die MX500 ist weiterhin eine 2,5-Zoll-Sata-SSD. (Bild: Golem.de)
  • MX500 von vorne (Bild: Golem.de)
  • MX500 von hinten (Bild: Golem.de)
Die Platine der MX500 ist winzig ... (Bild: Golem.de)
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Für die MX500 Gen3 alias M3CR043/M3CR044 mit bis zu 4 TByte nutzt Crucial gar TLC-NAND mit 176 Schichten, vor allem aber wurde der Cache drastisch verändert: Der DRAM-Puffer wurde nicht auf die zu erwartenden 4 GByte vergrößert, sondern fällt mit 512 MByte geradezu winzig aus. Das spart zwar Geld, kostet aber je nach Szenario durchaus Performance. Im Desktop-Bereich, wo die MX500 tendenziell als Speicher für Games oder Fotos/Videos eingesetzt wird, sind die Unterschiede jedoch vernachlässigbar.

Crucial MX500 mit 1 TByteCrucial MX500 mit 4 TByte
PCMark10 Storage (Quick)157 MByte/s141 MByte/s
Flight Simulator kopieren371 sec383 sec
Crystal Disk Mark (Seq 1M @ Q8T1)563 MByte/s, 478 MByte/s532 MByte/s, 478 MByte/s
Crystal Disk Mark (Seq 128K @ Q32T1)384 MByte/s, 360 MByte/s248 MByte/s, 206 MByte/s
Crystal Disk Mark (Random 4K @ Q1T1)28 MByte/s, 106 MByte/s40 MByte/s, 98 MByte/s
Crucial MX500 im Test

In unseren Benchmarks zeigt sich, dass der SLC-Puffer etwa 80 GByte fasst. Danach fällt die Schreibrate von 450 MByte/s auf knapp 300 MByte/s, um sich ab etwas über 400 geschriebenen GByte bei 440 MByte/s einzupendeln. Unsere alte MX500 mit 1 TByte zeigt diesen Einbruch nicht, hier bleibt die Schreibgeschwindigkeit konstant. Andere Messungen wie mit dem Storage-Test des PCMark10 oder das Verschieben des Steam-Ordners von Flight Simulator legen nahe, dass das 4-TByte-Modell insgesamt etwas langsamer ist.

Crucial MX500 4 TB, SSD

Verfügbarkeit und Fazit

Crucial verkauft die MX500 mit 4 TByte für rund 360 Euro. Zum Vergleich: Eine Samsung 860 Evo mit gleicher Kapazität kostet 410 Euro, eine Samsung 870 QVO etwa 320 Euro. Ebenfalls günstig ist die Sandisk Ultra 3D mit 4 TByte für circa 340 Euro, da es sie schon mehrere Jahre gibt.

Mit altem Namen, aber neuen Teilen hat Crucial nicht nur die kleineren Modelle der MX500 als Gen3-Version aktualisiert, sondern die Serie um eine 4-TByte-Variante ergänzt. Der Wechsel auf den 176-Layer-Flash-Speicher und der arg knausrig bemessene DRAM-Cache machen die SSD zwar günstig, allerdings auch ein bisschen langsamer.

Wer die MX500 primär als (Archiv-)Laufwerk für Spiele oder Fotos/Videos verwendet, macht mit dem 4-TByte-Modell wenig falsch. Anders als bei Samsungs 870 QVO mit QLC-Flash-Speicher bricht die Schreibrate abseits eines kurzen Einbruchs nicht nennenswert ein, bei Downloads limitiert ohnehin die Internetleitung.

Nachtrag vom 7. Oktober 2021, 20:30 Uhr

Wir haben die drei Generationen der MX500 samt Firmware genauer gekennzeichnet und den Text an den entsprechenden Stellen angepasst.

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